ergonomischer Schreibtisch - Hammerbacher
höhenverstellbarer, ergonomischer Schreibtisch (Quelle: Amazon.de)

Unser Körper ist nicht zum Sitzen geschaffen. Leider erhöhen sich jedoch die Jobs, die überwiegend im Sitzen erledigt werden. Deshalb ist neben dem geeigneten Sitzmöbel (z.B.: Ergonomischer Bürostuhl, Sattelstuhl/ Sattelhocker oder Aktivstuhl) vor allem auch ein ergonomischer Schreibtisch wichtig.

Falsches Sitzen, vor allem statisches Sitzen führt zu Verspannungen in Muskeln und auf lange Sicht zu muskulären Dysbalancen (ungleiche Muskelverkürzungen bzw. Muskelabschwächungen). So weit sollte man es gar nicht kommen lassen. Für die wichtige Dynamik im Arbeitsleben sorgt ein Schreibtisch, der sich manuell oder automatisch in der Höhe verstellen lässt.

Ergonomischer Schreibtisch – die Anforderungen

  • Fläche

    Die Standardfläche von einem ergonomischen Schreibtisch sind 80cm in der Tiefe und 160cm in der Breite. Die Mindestanforderung ist hierbei eine Tischbreite von 120cm. Die Mindesttiefe beträgt 80cm an jeder Stelle. Der Schreibtisch sollte immer aufgeräumt sein. Häufig verwendete Arbeitsmittel sollten im zentralen Blickfeld angeordnet sein. Bei Arbeitsaufgaben mit wechselnden Tätigkeiten sowie bei zusätzlich erforderlichen Arbeitsmitteln muss die Arbeitsfläche größer gewählt werden (z.b. CAD-Arbeitsplätze)

  • Höhe

    Starre Tische müssen eine Tischhöhe von 72cm vorweisen. Höhenverstellbare Schreibtische sollten zwischen 65 und 85cm einstellbar sein. Steh-Sitz-Schreibtische sollten eine Einstellmöglichkeit im Bereich von 65 bis zu 125cm besitzen. Ein höhenverstellbarer ergonomischer Schreibtisch wird entweder mit einem elektrischen oder elektrohydraulischen Motor betrieben. So kann die Höhe mit einem Knopfdruck angepasst werden. Es ist also keine zusätzliche Kraft nötig.

  • Material

    Die Tischoberfläche sollte matt bis seidenmatt sein. Dabei ist zu achten, dass der ergonomische Schreibtisch einen Reflexionsgrad zwischen 0,2 und 0,5 besitzt. Alle Kanten müssen abgerundet sein (Radius mind. 2mm).

  • Sicherheit

    Ein ergonomischer Schreibtisch muss standsicher, biegefest, und dämpfend gegen Schwingungen und Erschütterungen sein. Die Höhenverstellung darf zu keinem Quetschen oder Klemmen der Finger oder sonstigen Körperpartien führen. Zwischenräume sollten deshalb ≤ 4mm oder ≥ 25mm sein. Prüfsiegel wie das CE- oder das GS-Zeichen weißen darauf hin, dass der Schreibtisch den Mindestanforderungen an Sicherheit entspricht.

  • Bein- und Fußfreiheit

    Der Beinraum darf nicht eingeschränkt sein. Es muss genügend Bewegungsfreiheit über die gesamte Arbeitskantenbreite vorhanden sein. Diese sollte nicht durch Unterbauten oder Stützelemente eingeschränkt werden. Die klassische Konstruktion mit vier Füßen erweist sich als ungünstig. Besser sind Tische mit einem T-Fuß oder C-Fuß. Es sollte möglich sein, die Füße vollständig auf dem Boden abzustellen. Ist dies nicht möglich, sollte eine Fußstütze eingesetzt werden – jedoch nur als Notlösung.

  • Kabelführung

    Da auf Schreibtischen Geräte mit einer Stromversorgung, d.h. mit Kabeln platziert werden, müssen vertikale und horizontale Installationskanäle vorhanden sein. Dies verhindert ein Stolpern aufgrund freiliegender Kabel.

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Höhenverstellbarer Schreibtisch – Einstellungen

Im Sitzen

Es ist wichtig, dass zuerst der Arbeitsstuhl richtig eingestellt wird und danach erst der höhenverstellbare Schreibtisch. Die richtige Höhe kann bei jedem anders aussehen.

Das Höhenniveau der Armlehne am Bürostuhl gibt die Höhe des Schreibtisches vor. Dementsprechend muss die Armlehne eine verlängerte Tischkante bilden. Besitzt der Stuhl keine Armlehnen, ist die Höhe des Tischs richtig eingestellt, wenn die Arme locker auf diesem aufliegen. Dabei bilden Ober- und Unterarme etwa einen rechten Winkel.

Im Stehen

Die richtige Höhe im Stehen erhält man, wenn man dicht und entspannt am Schreibtisch steht. Der Winkel zwischen Ober- und Unterarm kann 90°, aber auch mehr betragen.

Nicht nur ins Sitzen sollte Dynamik rein gebracht werden, auch ins Stehen. Es ist sinnvoll, wenn man immer wieder die Haltung wechselt. Dabei steht man mal auf dem linken, mal auf dem rechten Bein. Hierbei ist es auch sinnvoll, dass eine Fußstütze verwendet wird.

Falsche Einstellungen und ihre Auswirkungen

Wird die Höhe des ergonomischen Schreibtischs falsch gewählt, kommt es auf Dauer zu gesundheitlichen Beschwerden oder sogar krankheitsbedingten Ausfällen von Mitarbeitern. Dies muss auf jeden Fall vermieden werden!

Ein zu niedrig eingestellter Schreibtisch führt dazu, dass man eine gebeugte Haltung einnehmen muss. Dabei entsteht ein Rundrücken. Die nach vorne gebeugte Haltung führt auch dazu, dass eine größere Belastung auf die Arme, Hände und Finger ausgeübt wird.

Wird der Schreibtisch zu hoch eingestellt, entstehen vor allem Verspannungen im Nacken- und Schulterbereich. Diese werden durch die falsche Einstellung gezwungenermaßen nach oben geschoben und stehen ständig unter Spannung.

Richtige Anordnung der Arbeitsmittel

Die Anordnung der Arbeitsmittel wie Tastatur, Maus, Dokumente bzw. Dokumentenhalter und Bildschirm muss entsprechend der Arbeitsaufgabe erfolgen. Dabei ist es wichtig, den Greifraum sowie der Sehraum zu berücksichtigen.

Sehraum

Der Sehraum teilt sich in drei Bereiche auf. Das Gesichtsfeld (15° rechts und links der Sehachse) ist der Bereich, dem wir am meisten Aufmerksamkeit zuwenden. Das Blickfeld (35° rechts und links der Sehachse) bildet den Rahmen des Gesichtsfeldes, in dem wir Dinge wahrnehmen. Um im Umblickfeld (ca. 60° rechts und links der Sehachse) Dinge wahrnehmen zu können, müssen wir schon unseren Kopf leicht drehen.

Der Bildschirm sollte im optimalen Abstand, der abhängig von der Größe dessen ist, positioniert werden. Um Belastungen und falsche Haltungen zu vermeiden, sollte dieser etwa 35° nach hinten geneigt werden. Dabei sollte die oberste Zeile des Bildschirms unterhalb der horizontalen Sehachse liegen.

Greifraum und Platzbedarf

Der Greifraum teilt sich in die Einhandzone, die Beidhandzone und in den erweiterten Arbeitsbereich auf.

Bis zu einer Tiefe von 30cm sollten die am häufigsten benutzten Arbeitsmittel platziert sein (Maus und Tastatur im Bereich der Beidhandzone). Dabei ist zu berücksichtigen, dass diese Arbeitsmittel etwa im Abstand von 10-15cm von der Vorderkante des Tisches platziert sind. So ist gewährleistet, dass die Handballen entspannt aufliegen können.

Zwischen Tastatur und Bildschirm sollte genügend Platz sein, um Dokumente, besser noch Dokumentenhalter platzieren zu können (ca. 30cm).

Denk an Deinen Rücken!

Die Berufsgenossenschaften und Unfallkassen, die Sozialversicherung Landwirtschaft Forsten und Kartenbau und die Knappschaft haben eine Kampagne für einen gesunden Rücken gegründet – „Denk an mich. Dein Rücken.“ Das Ziel ist es, Rückenbelastungen zu reduzieren. Hierfür klären sie Menschen auf, sodass diese sich mehr um ihren Rücken kümmern.

Denn nur ein kräftiger, starker und beweglicher Rücken ist ein guter Rücken. So kann jeder selbst zu einem gesunden Rücken beitragen.

Es ist jedoch nicht nur wichtig, einen ergonomischen Schreibtisch zu besitzen, man sollte ihn auch richtig bedienen und sich seinen Möglichkeiten zunutze machen. 60-30-10 heißt eine Arbeitsregel, die besagt, dass man zu 60% im Sitzen, zu 30% im Stehen und zu 10% im Gehen arbeiten soll.

Denk an Deinen Rücken 😉 – er dankt es Dir.

Weiterführende Infos zum Thema ergonomischer Schreibtisch