R-Go HE Break im Test – Vertikale Maus

Die R-Go HE Break Maus ist auf den ersten Blick eine vertikale Maus wie jede andere. Doch das farbig beleuchtet Logo auf der Seite macht sie dann doch zu etwas Besonderem.

Was es damit auf sich hat und wie die die Maus in ergonomischer Sicht abschneidet, möchte ich dir in diesem Testbericht genauer zeigen.

R-Go Break HE Mouse Testbericht
Die meiner Meinung nach sehr gut geformte R-Go HE Break Maus im Test.

Auf die Schnelle – Alles Wichtige zur R-Go HE Break Maus

Vorteile

  • Anatomische gut gestaltete Oberfläche
    Die Gehäuseberfläche der R-Go HE Break ist so gestaltet, dass die Hand darauf fast ganz aufliegen kann. Dies hat den Vorteil, dass in Ruhephasen auch wirklich eine Entspannung eintreten kann. Ergonomisch unterstützt wird das Ganze noch durch die angenehme Daumenmulde mit Noppen. Außerdem durch die kleine Lippe, auf der der kleine Finger aufliegen kann. Hierdurch wird dieser vor zu hoher Druckbelastung und übermäßiger Reibung auf der Tischoberfläche geschützt, wodurch auch eine leichtgängigere Mausbewegung möglich wird.
  • Große Tasten, leichte Klickkräfte
    Beide Maustasten, sowohl die linke als auch rechte, sind ausreichend groß gestaltet. Die rechte Taste ist sogar um einiges größer. Dadurch liegen zwei Finger darauf auf, was es ermöglicht, die Klicks abzuwechseln.
    Die zwei Funktionstasten beim Daumen sind gut positioniert und sind von diesem leicht erreichbar.
  • Anti-RSI-Software regt zu regelmäßigen Pausen an
    Um möglichst lange ohne Ermüdungserscheinungen effektiv und effizient arbeiten zu können, sollten regelmäßig kleine Mikropausen eingelegt werden. Die R-Go HE Break ist die optimale Ergänzung zur eigens entwickelten Anit-RSI-Software. Denn sie hat ein farbig beleuchtetes Logo, welches in drei Farben (eine Art Ampel) angibt, wann eine Pause notwendig ist.
  • Für Rechts- und Linkshänder und für unterschiedliche Handgrößen erhältlich
    Wow, das gibt´s wirklich selten. Denn die HE Break ist sowohl für Rechts- als auch Linkshänder erhältlich. Außerdem gibt es beide Modelle in unterschiedlichen Größen (Für folgende Handgrößen: S < 165 mm, M 165–185 mm und L > 185 mm)

Nachteile

  • Eingeschränkte Funktionsfähigkeit unter MacOS
    Es gibt zwei Funktionen, die Mac-Nutzer nicht sinngemäß ausführen können. Zum einen sind das die Vor- und Zurücktaste. Diese funktionieren zwar, reagieren aber nur im Sinne der dritten Maustaste (Tastenfunktion des Scrollrades).
    Zum anderen funktioniert die Steuerung der farbigen LEDs im Moment nur unter Windows. Dies ist aber gar nicht so schlimm. Denn unter MacOS zeigt das Icon der Anti-RSI-Software in der Menüleiste die entsprechenden Farben ebenfalls an.

Produktdaten

R-Go HE Break Maus – Collage mit 3 Bildern
Super angenehm in der Bedienung, hochwertig verarbeitet und das i-Tüpfelchen sind die Pausenhinweise, die R-Go HE Break Maus*.
  • Modellnummer: RGOBRHESMR
  • Aufstellwinkel: 60°
  • Tasten: 5
  • Auflösung: 500–3500 DPI
  • Verbindung: per USB – es ist auch eine drathlose Version verfügbar, die per Bluetooth 5.0 verbunden wird
  • Maße: 10,5 x 8,3 x 7,6 cm (Höhe x Breite x Tiefe)
  • Gewicht: 138 g
  • Ergänzung: Die HE Break funktioniert optimal in Verbindung mit der R-Go Split Tastatur (Test), die ich ebenfalls getestet habe.
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Für mich eine der besten ihrer Art. Vor allem aufgrund der natürlich gestalteten Oberfläche, die der Form der Hand sehr nahe kommt.

Hier habe ich die Version für Rechtshänder getestet. Bist du Linkshänder, dann hier entlang*.

Wenn dir mein Test gefallen hat, dann freue ich mich, wenn du die HE Break über einen dieser Links* kaufst. So kannst du meine Arbeit unterstützen. Der Preis für dich bleibt unverändert. Ich aber erhalte ggf. eine kleine Provision.

Vielen Dank für deine Unterstützung!
Stefan

R-Go HE Break Maus – Der ausführliche Test

Design und Oberfläche

Der Griff zur ergonomischen Maus R-Go HE Break fühlt sich angenehm und ungezwungen an. Auch nach längerer Nutzung sind keine unnötigen Belastungen zu spüren. Dabei beträgt die vertikale Aufstellung von der Horizontalen aus etwa 60°. Die schwarze Gehäuseoberfläche ist leicht gummiert und matt, die Tasten sind silbrig und glänzend.

R-Go Break HE Mouse mit Hand
Die natürliche Form der R-Go HE Break Maus fühlt sich sehr gut an.

Auf der linken Seite befindet sich eine Griffmulde mit Noppen für den Daumen. Hier sind auch oben und unten zwei Funktionstasten angebracht. Diese lassen sich ohne Probleme betätigen. Das heißt, das Daumengelenk muss für den Klick nicht übermäßig gebeugt oder gestreckt werden.

R-Go Break HE Mouse - Daumenmulde und zwei Funktionstasten
Daumenmulde mit Noppen; oben und unten befinden sich zwei Funktionstasten (Vor- und Zurück)

Die gegenüberliegende Seite der R-Go HE Break ist in ihrer Form so gestaltet, dass fast die ganze Handinnenfläche aufliegen kann. Im unteren Bereich ist eine Lippe angebracht. Diese verhindert, dass der kleine Finger auf der Tischoberfläche aufliegt und streift. Anfangs muss man sich noch daran gewöhnen bzw. sich selbst immer wieder daran erinnern, dass der kleine Finger auch auf dieser Lippe bleiben soll. Aber mit der Zeit ergibt sich ein Automatismus. Denn für die Bewegung der Maus ist es spürbar besser, wenn der Finger nicht unnötigerweise auf der Tischoberfläche reibt.

Was auffällt, sind die großen Maustasten. Besonders die rechte Maustaste. Hierdurch liegen zwei Finger darauf auf – der Mittel- und der Ringfinger. Ich finde dies sehr praktisch, denn so kann der Klick zwischen den beiden Fingern immer mal wieder abgewechselt werden. Oder beide klicken gleichzeitig. Dies vermindert die aufzubringende Kraft. Wobei die Klickkräfte insgesamt sehr gut ausgelegt sind.

Per dpi-Wahltaste hat man die Möglichkeit, die Geschwindigkeit des Mauszeigers einzustellen. 4 Stufen (500-1500-2000-3500) sind wählbar. Je höher der dpi-Wert liegt, desto empfindlicher und schneller ist die Bewegung. Dabei muss ein kleinerer Weg (weniger Belastung) zurückgelegt werden, um alle Bereiche des Bildschirms erreichen zu können. Jedoch geht auch die Genauigkeit in der Bedienung verloren.

Maus Seitenansicht - Zwei große Maustasten, Scrollrad, eine dpi-Wahltaste
Zwei große Maustasten, Scrollrad und die dpi-Wahltaste (4 Stufen)

Der Schwerpunkt der HE Break ist gut gewählt, wodurch sie sehr stabil auf der Tischoberfläche steht. Dies gibt einem Sicherheit während der Bedienung. Und auch wenn man mal zu hastig von der ergonomischen Tastatur auf die Maus wechselt, ist ein Umfallen fast unmöglich. Auf der Unterseite sind zwei große Gleitflächen angebracht. Diese dienen einerseits der Stabilität und anderseits minimieren sie die Reibung beim Bewegen.

Maus - Unterseite mit großflächigen Gleitauflagen
Großflächige Gleitauflagen auf der Unterseite der Maus

Anti RSI-Software

Jetzt kommen wir zur anfangs angesprochenen Besonderheit – ein eigens entwickeltes Pausenprogramm, welches durch subtile Farbsignale gesteuert wird. Die HE Mouse hat hierfür auf der linken Seite ein farbig beleuchtetes Firmenlogo. Insgesamt drei Farben zeigen an, wie gesund bzw. ergonomisch man arbeitet.

  • Grün: alles in Ordnung – weiter arbeiten!
  • Orange: es ist Zeit für eine kurze Pause
  • Rot: Du hast zu lange durchgearbeitet und die Pause ausgelassen
R-Go Break HE Mouse - Logo mit wechselnden LED-Farbsignalen
Logo mit wechselnden LED-Farbsignalen

In Verbindung mit der kostenlos erhältlichen R-Go Break Software (Break LED-Controller) lässt sich der Farbwechsel in sinnvollen Zeitspannen programmieren. Die Software registriert hierbei jede Aktion, die mit der Maus vorgenommen wird und berechnet so eine aufsummierte, effektive Arbeitsdauer. Anhand derer lassen sich dann drei Events festlegen:

  • Zeit bis zur kurzen Pause (und deren Dauer)
  • Zeit bis zur langen Pause (und deren Dauer)
  • Maximale tägliche Arbeitszeit

Der niederländische Hersteller möchte mit diesem Pausenprogramm einen Beitrag dazu leisten, dem RSI-Syndrom, unter dem so viele Computernutzer leiden, vorzubeugen. Denn es ist nachgewiesen, dass statische und sich immer wiederholende Bewegungen zu den bekannten Beschwerden (wie z.B. kalte Finger, Taubheitsgefühle, verminderte Kraft in Fingern und Hand, Schmerzen) führen. Regelmäßige Mikro-Pausen können diese verhindern, bzw. die Belastungen so weit es geht verringern.

Die Software kann einen auch per Tonsignal zur Pause erinnern. Dies ist sogar sinnvoll. Denn ich habe gemerkt, dass ich nicht ständig auf die aktuelle Farbe des Logos schaue. Besonders, wenn ich vertieft in die Arbeit bin. Einen Nachteil gibt es dann aber auch: der Hinweiston dient definitiv als Ablenkung und kann einen aus der Konzentration bringen. Sind die Zeiten bis zur nächsten Pause aber sinnvoll gestaltet, sollte man sich auch daran halten.

Fazit – eine der besten!

Die R-Go HE Break Maus* ist meiner Meinung nach eine der besten vertikalen Mäuse. Sie ist angenehm in der Bedienung. Der Aufstellungswinkel ist sehr gut gewählt und die Griffmulde mit Noppen fühlt sich wirklich gut an. Die Tasten sind groß gestaltet, gut positioniert und lassen sich leicht klicken. Einziges wirkliches Manko für mich ist die bisher noch fehlende 100-prozentige Unterstützung für das Mac-Betriebssystem. Und dennoch bin ich super mit der Maus zurechtgekommen. Deshalb ist sie definitiv eine Empfehlung wert!

Eine sehr gute Alternative stellt die Evoluent Vertical Mouse 4 (Test) dar. An dieser haben sich die Entwickler wohl auch orientiert. Denn die HE Break Maus ähnelt ihr in vielen Bereichen. Die EVM4 ist mit Treiber auch unter MacOS voll funktionsfähig. Sie besitzt eine Taste mehr, die Tasten sind noch leichtgängiger und die Oberfläche der Handauflagefläche ist noch etwas ergonomischer gestaltet.

Stefan Reinsprecht – Portrait des Autors

Über den Autor

Stefan ist Gründer des Blogs, Ergonomie-Experte mit 10+ Jahren Erfahrung und verbringt seine freie Zeit am liebsten in der Natur – stets in Begleitung seiner Labrador-Hündin.

Als Ingenieur hat er mehrere Jahre im Großraumbüro gearbeitet. Dort musste er schon mit jungen Jahren feststellen, wie belastend ein schlecht optimierter Schreibtischarbeitsplatz sein kann. Grund für ihn, sich zum Gesundheitsmanager weiterzubilden und auf das Thema Ergonomie zu spezialisieren.

Hier teilt er sein Wissen in zahlreichen Fachartikeln, Ratgebern und Testberichten. Sein Ziel: Dir zu helfen, deinen Arbeitsplatz selbstständig an die eigenen Bedürfnisse anzupassen – ob im Büro oder Homeoffice.

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Vielen Dank für deine Unterstützung,
Stefan

2 Gedanken zu „R-Go HE Break im Test – Vertikale Maus“

  1. Hallo Stefan,
    vielen Dank für Deinen Bericht. Ich hatte jahrelang die Evoluent Vertical Mouse 4 benutzt, aber da die Gummierung nach jahrelanger Nutzung jetzt anfängt klebrig zu werden (leider der Nachteil dieser „Soft-Touch-Oberflächen“) und ich über eine neue Maus nachdenke, bin ich über die R-Go gestolpert. Dein Bericht dazu klingt schon mal gut, aber etwas würde mich noch interessieren, da ich diesen Hinweis – außer bei den FAQs der Hersteller-Homepage – sonst nirgends gesehen habe: Können die Funktionen der Tasten frei belegt werden? Das war für mich bei der Evoluent unschlagbar gewesen, dass man z.B. die linke Maustaste gleich mit der Doppelklick-Funktion belegen konnte, was eine Entlastung der Hand bedeutet. Wäre toll, wenn die R-Go das auch könnte…
    Vielen Dank im Voraus für Deine Rückmeldung.

    Viele Grüße
    Susanne

    Antworten
    • Hallo Susanne,
      leider kann ich dir im Moment keine gesicherte Antwort geben, da ich die R-Go HE Break verliehen habe. Ich selbst hab´s damals nicht getestet. Aber falls die Tastenbelegung nicht direkt mit der Software von R-Go programmierbar ist, hätte ich vielleicht noch Alternativen.

      Falls du mit MacOS arbeitest, wäre da Karabiner Elements. Unter Windows fällt mir aktuell nur CHERRY KEYS ein, das auch mit Produkten funktioniert, die nicht von CHERRY sind.

      Ansonsten kannst du dir ja mal die Evoluent Vertical Mouse D* anschauen. Hier soll die Oberfläche länger halten als bei der 4-er.

      Viele Grüße,
      Stefan

      Antworten

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