LED-Leuchtmittel zählen zu den vergleichsweisen energieeffizientesten und langlebigsten Lichtquellen ihrer Art. Wurden sie früher noch aufgrund der bläulichen und kalten Lichtfarbe gemieden, so gelten sie in der heutigen Raum- und Arbeitsplatzbeleuchtung als fast alternativlos. In den letzten Jahren gab es massive technische Fortschritte in der LED-Technologie.

Was ist eine LED?

Das Licht von LED-Lampen wird von einzelnen Leuchtdioden erzeugt (LED = light emitting diode/ licht-emittierende Diode). Eine LED ist eine Einheit aus grob betrachtet drei Komponenten. Der Grundkörper ist bestückt mit allen elektronischen Bauteilen und deren Verbindungen. Darauf befindet sich der eigentliche lichterzeugende Chip, welcher aus mehreren Halbleiterschichten (epitaxy layer) besteht. Umhüllt wird der winzige Elektronikchip mit einer optischen Linse. Sie ist für die Streuung des Lichts über einen Halbraum von 180° zuständig.

Wird eine Gleichspannung an die LED angelegt, dann wandelt die Halbleiterschicht die elektrische Energie direkt in Licht um (elektromagnetische Energie). Man nennt diese Materialeigenschaft auch Elektrolumineszenz.

Durch ihre Bauart zählt die LED zu den kleinsten verfügbaren Lichtquellen und strahlt damit nahezu punktförmiges Licht ab.

Farbiges und weißes Licht bei LED-Lampen

LEDs strahlen naturgemäß farbiges Licht aus. Die Farbe ist dabei abhängig vom verwendeten Halbleitermaterial. Für die Raum- und Bürobeleuchtung wird aber üblicherweise weißes Licht gefordert. Dies kann auf zwei unterschiedliche Arten erzeugt werden:

  1. Übliches Prinzip für weißes Licht: Eine blaue LED wird mit einer Konversionsschicht (spezieller Leuchtstoff) ausgestattet. Diese filtert einen Teil des blauen Lichts und lässt die anderen Farbspektren des sichtbaren Lichts durch. Durch die Vermischung der Farben entsteht ein weißes Licht.
  2. Prinzip für farbiges und weißes Licht: Mehrere LEDs verschiedener Farben mischen ihr Lichtspektrum insgesamt zu weißem Licht. Hierfür werden sogenannte RGB-LEDs verwendet (rote, grüne und blaue LEDs)

Neben den Lichtfarben Warmweiß (< 3.300K), Neutralweiß (3.300 – 5.300K) und Tageslichtweiß (> 5.300K) gibt es auch LED-Leuchtmittel, die theoretisch alle möglichen Farben des sichtbaren Lichtspektrums darstellen können.

LED-Leuchtmittel – verschiedene Bauformen

Die zahlreichen Vorteile der LED-Technologie machen die energiesparenden Leuchtmittel zur ersten Wahl, wenn neue Lampen angeschafft werden sollen. Mittlerweile gibt es zahlreiche LED-Austauschlampen (Retrofits) mit allen gängigen Lampensockeln, die konventionelle Glühlampen, Halogenlampen und sogar Leuchtstoffröhren ersetzen können.

  • Ersatz für ungebündelt abstrahlende Lichtquellen
    • Klassische LED-Leuchtmittel mit Schraubsockel (E14 oder E27)
    • LED-Filamentlampen/ LED-Leuchtfadenlampen, die herkömmliche Glühlampen nachahmen (eher für den Wohnraum bzw. Entspannungsbereiche geeignet)
  • Ersatz für Reflektorlampen und Halogenstrahler
  • Ersatz für stabförmige Leuchtstoffröhren (ggf. muss ein Umbau der Leuchte erfolgen)

LED-Streifen und LED-Bänder sind geeignet für dekorative Lichteffekte und auch für die indirekte Beleuchtung

LED-Leuchten

LED-Lampe und -Leuchte in einem werden immer beliebter. Solche sogenannten LED-Leuchten, worunter bspw. auch die meisten Schreibtischleuchten fallen, sind mit fest verbauten LED-Modulen ausgestattet. Sie bestehen also aus einem Guss. Dadurch ist der große Vorteil gegeben, alle Leuchtenkomponenten optimal aufeinander abzustimmen.

LED-Leuchten besitzen ein besonders gutes Thermomanagement. D.h., die Wärme, die LEDs zwangsläufig abgeben, wird durch die Konstruktion der Leuchte optimal abgeführt. Dies bringt wesentlich lebensverlängernde Effekte mit sich. Außerdem kann bei solchen Leuchten die Effizienz der Lichtverteilung durch den Einsatz eines speziellen optischen Systems gezielt gesteigert werden.

Jedoch gibt es aber auch einen vermeintlichen Nachteil. LED-Leuchten können nur von Fachleuten repariert werden können. Dieser Fakt ist aber nur auf den ersten Blick nachteilig. Denn die Reparatur lässt sich aufgrund der sehr hohen Lebensdauer in den meisten Fällen lange aufschieben. Und wenn es dann doch einmal zu einem Ausfall kommt, ist vor allem bei Qualitätsleuchten eine Reparatur immer garantiert.

Qualitativ hochwertige LED-Leuchten von namhaften Herstellern sind eine nachhaltige Investition. Bezogen auf die Wirtschaftlichkeit, die Gesundheit am Arbeitsplatz als auch auf einen aktiven Umweltschutz.

  • Sehr lange Lebensdauer aufgrund des optimierten Thermomanagements
  • Besonders effiziente Lichtleistung und Lichtverteilung
  • Optimierte Lichtausbeute
  • Bessere, gesündere Lichtqualität bei effektiv geringeren Stromkosten im Vergleich zu gewöhnlichen LED-Austauschlampen (z.B. mit dem Sockel E14 oder E27)
  • Garantierte Reparaturmöglichkeit durch den Service des Herstellers