Ergonomische Beleuchtung am Arbeitsplatz

Ein falsches Lichtkonzept, fehlendes Tageslicht, der fehlende Sonnenschutz oder ein falsch angeordneter Arbeitsplatz führt auf Dauer zu gesundheitlichen Beschwerden. Nachweislich nimmt die Leistungsbereitschaft ab, die Fehlerhäufigkeit steigt und somit kommt es auch zu einer erhöhten Unfallgefahr.

Um die positiven Auswirkungen der Beleuchtung am Arbeitsplatz zu nutzen, sind einige Dinge zu wissen bzw. zu beachten. Im Folgenden findest du hierzu alles Wissenswerte mit Tipps in Bezug zu den Ergonomie-Vorgaben.

Ergonomische Beleuchtung am Arbeitsplatz

Was bedeutet ergonomische Beleuchtung am Arbeitsplatz?

Die ergonomische Beleuchtung am Arbeitsplatz soll den Sehvorgang während des Arbeitens ermöglichen und optimal unterstützen. Dabei darf die Gesundheit der Beschäftigten nicht beeinträchtigt werden. Sicherheit und Gesundheitsschutz stehen hier also an erster Stelle.

Ergonomische Arbeitsplatzbeleuchtung bedeutet einerseits Unfälle und Fehlbeanspruchungen zu vermeiden. Andererseits trägt sie aber auch dazu bei, das Wohlbefinden, die Leistungsfähigkeit und Leistungsbereitschaft zu fördern.

Bei ihrer Gestaltung werden alle Personengruppen miteingeschlossen – Jung und Alt sowie Personen mit Sehbeeinträchtigungen bzw. Sehbehinderungen. So nimmt die Sehleistung bspw. mit zunehmendem Alter ab oder verändert sich. Auf solch unterschiedliche Bedürfnisse und Ansprüche muss die ergonomische Beleuchtung angepasst werden können.

Konkrete Anforderungen an die Beleuchtung sind in der Technischen Regel für Arbeitsstätten – ASR A3.4 „Beleuchtung“ festgehalten. Wie diese dann im individuellen Fall genau gestaltet werden sollte, orientiert sich am aktuellen Stand der Technik, an wissenschaftlichen Erkenntnissen sowie an praktischen Erfahrungen der Unfallversicherungsträger.

Die richtige Beleuchtung am Arbeitsplatz

Beleuchtungskonzept am Büroarbeitsplatz

Eine ergonomische Beleuchtung am Büroarbeitsplatz ist ein Mix aus Tageslicht und künstlicher Beleuchtung. Dabei ist natürliches Licht immer dem künstlichen Licht vorzuziehen.

  • Möglichst ausreichend Tageslicht
    • (4) Realisierbar durch Fenster, Dachoberlichter oder lichtdurchlässige Bauteile
  • Individuelle, künstliche Beleuchtung
    • (1) Direkte Beleuchtung (z.B. Deckenleuchte)
    • (2) Indirekte Beleuchtung (z.B. Wandstrahler oder Stehleuchte)
Richtige Beleuchtung am Arbeitsplatz
Richtige Beleuchtung am Arbeitsplatz – (1) direkte Beleuchtung, (2) indirekte Beleuchtung, (3) Arbeitsplatzleuchte, (4) Tageslicht

Fensternahe Büroarbeitsplätze sind zu bevorzugen. Hierdurch wird dieser bestenfalls nicht nur mit ausreichend Tageslicht versorgt, es wird auch eine gute Sichtverbindung nach außen geschaffen.

Bei der Gestaltung des Lichtkonzepts und der Platzierung des Arbeitsplatzes müssen auch Belastungen wie z.B. Blendungen, Reflexionen und Spiegelungen vermieden werden.

Eine Verpflichtung für Tageslicht am Arbeitsplatz schreibt der Gesetzgeber (leider) nicht vor. Jedoch wird darauf hingewiesen, dass bspw. organisatorische Maßnahmen ergriffen werden müssen, wenn nicht ausreichend Tageslicht bereitgestellt werden kann. Dann müssen z.B. Pausenräume oder Kantinen mit hohem Tageslichteinfall eingerichtet sein. Außerdem kann die Pause selbst so gestaltet werden, dass Beschäftigte ausreichend natürliches Licht tanken können.

Tageslicht – natürliche Beleuchtung am Arbeitsplatz

Der Arbeitsplatz, insbesondere der Bildschirmarbeitsplatz muss möglichst ausreichend Tageslicht erhalten. Aber was heißt das und weshalb ist natürliches Licht immer dem Kunstlicht vorzuziehen?

Tageslicht ist der sichtbare Teil der Sonnenstrahlung. Wir nehmen es als Weiß wahr und nutzen es in erster Linie, um gut sehen zu können. Doch das natürliche Licht kann noch viel mehr.

Abhängig von Tages- und Jahreszeit sowie von Witterungsverhältnissen verändert sich das Licht in seiner Qualität. Diese Dynamik steuert im Wesentlichen unsere innere Uhr (circadianer Rhythmus) und gibt uns den Rhythmus von Tag und Nacht vor. Im Laufe der Zeit hat sich unser Körper an diese sich wiederholenden Veränderungen von Intensität, Richtung des Lichteinfalls und Lichtfarbe angepasst, ja er hat sich sogar mit ihr synchronisiert.

Tageslicht hat positive Effekte auf unsere Gesundheit. Es ist einerseits lebenswichtig und anderseits essentiell für unsere physische und psychische Leistungsfähigkeit.

Eine natürliche Beleuchtung am Arbeitsplatz mit Tageslicht hat also zwei wesentliche Vorteile:

  1. Natürliches Licht wirkt stimulierend und motivierend auf uns.
  2. Energiesparpotenzial – Optimal genutzt, entstehen auch direkt spürbare, wirtschaftliche Vorteile. Wird weniger künstliche Beleuchtung benötigt, kann Energie gespart werden.

Anforderungen an ausreichendes Tageslicht

Möglichst ausreichendes Tageslicht ist ein sehr schwammig formulierter Begriff. Konkreter wird es in der ASR A3.4 „Beleuchtung“ unter den Anforderungen, um diese natürliche Beleuchtungssituation zu erreichen. Ein Maß hierfür ist der Tageslichtquotient. Er beschreibt das Verhältnis der Beleuchtungsstärke eines Punktes im Raum zur Beleuchtungsstärke draußen bei gleichmäßig bedecktem Himmel.

Gefordert wird:

  • Tageslichtquotient am Arbeitsplatz
    • größer als 2% bei Seitenlichtern
    • größer als 4% bei Dachoberlichtern
  • Oder ein Verhältnis von lichtdurchlässiger Fenster-, Tür- oder Wandfläche bzw. Oberlichtfläche zur Raumgrundfläche von mind. 1:10

Die DGUV empfiehlt einen Fensterflächenanteil von mind. 1:5. Hierdurch kann auch in einer Raumtiefe bis zu 2,5m ein Tageslichtquotient von mehr als 2% erreicht werden.

Um diesen Anforderungen an ausreichendem Tageslicht gerecht zu werden, muss Folgendes beachtet werden:

  • Bei Seitenlichtern
    • Arbeitsplätze fensternah anordnen
    • Ausreichend große Fensterflächen, die nach außen des Gebäudes gerichtet sind und nicht durch andere Bauten oder Bäume verschattet werden
    • Verglasung der Fenster sollte eine hohe Lichtdurchlässigkeit (Transmissionsgrad) aufweisen und die Lichtfarbe des Tageslichts so wenig wie möglich verändern
    • Helle Wände und Decken begünstigen den Lichteinfall
    • Hohe Anordnung der Fenster – der Fenstersturz sollte so hoch wie möglich angesetzt sein
  • Bei Dachoberlichtern
    • Genügende Anzahl und Größe von Dachoberlichtern
    • Je mehr Lichter, desto gleichmäßiger die Ausleuchtung mit Tageslicht
    • Je höher die Raumhöhe, desto größer muss die Tageslichtfläche sein
    • Die DGUV empfiehlt auch hier Verhältnis von Dachoberlichtfläche zu Raumgrundfläche von mind. 1:5

Sichtverbindung nach außen

Das Wohlbefinden am Arbeitsplatz ist nicht nur davon abhängig, ob dieser auch mit ausreichendem Tageslicht versorgt wird. Fast genauso wichtig oder für viele noch wichtiger ist eine gute Sichtverbindung nach außen. Sie gibt einem das gute Gefühl, nicht eingeschlossen zu sein und schützt vor den Nachteilen des sogenannten Bunkereffekts.

Erst die Sichtverbindung nach außen ermöglicht einem, Informationen aus der Umgebung wahrzunehmen. Nur so erhält man wichtige Informationen über das Wetter als auch über die Tages- und Jahreszeit. Seinen Blick von Zeit zu Zeit in die Ferne schweifen zu lassen ist wichtig und trägt erheblich zum Wohlbefinden bei.

  • Eine gute Sichtverbindung nach außen wird erreicht durch:
    • Klare Verglasung in Augenhöhe, die zu einer möglichst geringen Veränderung des Farbeindrucks führt
    • Fenster sollten möglichst nicht verstellt werden – z.B. durch Pflanzen, Möbel oder sonstigen Einrichtungsgegenständen
    • Nicht geeignet sind:
      • Undurchsichtiges Strukturglas
      • Glasbausteine
      • Oberlichter in Dach oder Wand

Nachteile von Tageslicht

Tageslicht am Arbeitsplatz hat nicht ausschließlich positive Effekte. Zu den Nachteilen zählen z.B. die Blendung durch das Sonnenlicht und eine übermäßige Aufheizung der Räume. Um den Gesundheitsschutz zu gewährleisten, müssen entsprechende Maßnahmen ergriffen werden.

Außenliegende Sonnenschutzvorrichtungen sind hier die beste Wahl. Denn im Vergleich zu innenliegenden, halten sie die Wärme besser ab. Bei geschlossenen Vorrichtungen wie Jalousien, Lamellenstores oder Rollos, kann es notwendig werden, die künstliche Beleuchtung zuschalten zu müssen.

Künstliche Beleuchtung in Gebäuden

Natürliches Licht ist aufgrund der Tages- und Jahreszeiten sowie den baulichen Gegebenheiten nicht immer in ausreichendem Maße vorhanden. Um dennoch eine ergonomische Beleuchtung am Arbeitsplatz sicherstellen zu können, ist man auf zusätzliche künstliche Beleuchtung angewiesen. Sie muss abhängig der jeweiligen Tätigkeit und vor allem des individuellen Sehvermögens der Beschäftigten angemessen gestaltet sein.

Im Folgenden sind die wichtigsten Kenngrößen einer künstlichen Beleuchtung aufgelistet. Diese gelten übrigens insgesamt für die Beleuchtung am Arbeitsplatz, also für den Mix aus Tages- und Kunstlicht.

Beleuchtungsstärke

Die Beleuchtungsstärke EV ist ein Maß, welches den Anteil vom Lichtstrom einer Lichtquelle (z.B. Tageslicht oder LED-Leuchte) auf einen Quadratmeter Fläche eines beleuchteten Objekts angibt. Ihre Einheit wird in lx (Lux) angegeben – 1 lx = 1 lm / m2 (1 Lux = 1 Lumen/ 1 Quadratmeter).

Abhängig vom Arbeitsplatz und der dort verrichteten Tätigkeit werden unterschiedliche Beleuchtungsstärken gefordert. Wo eine höhere Sehleistung angebracht ist, bspw. bei komplexen und filigranen Arbeiten, werden auch höhere Lux-Zahlen benötigt.

Im Anhang 1 der ASR A3.4 „Beleuchtung“ stehen Mindestwerte der Beleuchtungsstärke bezogen auf den jeweiligen Arbeitsbereich, Arbeitsplatz und der entsprechenden Tätigkeit. Diese sind auch als solche zu sehen, als Mindestwerte. Die hier angegebenen Werte müssen mindestens erfüllt sein.

Darüber hinaus muss sich die optimale Beleuchtungsstärke auch an der Person selbst orientieren. Im Alter nehmen die Sehschärfe sowie die Kontrastempfindlichkeit ab. Ältere Beschäftigte benötigen deshalb teilweise eine höhere Beleuchtungsstärke als vergleichbar jüngere. Außerdem müssen Beschäftigte mit Sehschwächen bzw. Sehbehinderungen besonders berücksichtigt werden. Hier muss die Beleuchtung individuell an die Person angepasst sein.

Geforderte Beleuchtungsstärken für Büros und büroähnliche Arbeitsbereiche (Auszug aus ASR A3.4 „Beleuchtung“ – Anhang 1)

Tätigkeit und ArbeitsplatzMindestwert der Beleuchtungsstärke
Ablegen, Kopieren300 lx
Schreiben, Lesen, Datenverarbeitung500 lx
Technisches Zeichnen (Handzeichnen)750 lx
Archive200 lx

Gleichmäßigkeit der Beleuchtungsstärke

Die Gleichmäßigkeit der Beleuchtungsstärke ist der Quotient aus der minimalen und der mittleren Beleuchtungsstärke auf einer Bewertungsfläche. Sie gibt also Auskunft darüber, wie gleichmäßig ein bestimmter Bereich des Arbeitsplatzes ausgeleuchtet ist.

Eine gleichmäßige Arbeitsplatzbeleuchtung soll zu hohe punktuelle Beleuchtungsstärken am Platz und im Raum verhindern. Außerdem wird dadurch vermieden, dass einzelne Bereiche der Hauptsehaufgabe zu gering beleuchtet werden.

Generell lässt sich sagen, dass eine höhere Gleichmäßigkeit durch viele Leuchten geringer Leistung anstatt weniger Leuchten hoher Leistung erreicht wird. Mehr Lichtquellen sorgen für eine gleichmäßigere Ausleuchtung.

Kann eine Gleichmäßigkeit mit der vorhandenen Beleuchtungsanlage nicht gewährleistet werden, müssen geeignete Arbeitsplatzleuchten wie z.B. Schreibtischleuchten* verwendet werden. Dieser Fall ist ebenso bei Tätigkeiten gegeben, die eine hohe Sehleistung voraussetzen.

Blendung und Reflexion

Direktblendung und Reflexblendung
Direktblendung und Reflexblendung

Blendung in Form von Direkt- und Reflexblendung muss vermieden werden. Sie schränkt in erster Linie die Sehfunktion ein (physiologische Belastung). Außerdem kann sie subjektiv als sehr störend wahrgenommen werden (psychologische Belastung).

Bei der Direktblendung scheint das Licht direkt in das Sichtfeld. Sie tritt auf, wenn Lampen keine oder nur eine schlechte Abschirmung haben oder, wenn die Leuchtdichte, also die Helligkeit zu hoch ist.

Die Reflexblendung in Gebäuden tritt auf, wenn Licht auf Arbeitsmitteln, Gegenständen oder Raumelementen reflektiert wird. Die Reflexion ist dabei umso höher, je glatter, spiegelnder oder glänzender die Oberfläche ist.

Ob eine Lichtquelle von einer Person als blendend empfunden wird, ist abhängig von unterschiedlichen Faktoren. Diese werden im Verfahren zur vereinheitlichten Blendungsbewertung, dem UGR-Verfahren (Unified Glare Rating) berücksichtigt – DIN EN 12464-1.

Maßnahmen zur Begrenzung von Blendung
Abschirmung bei Leuchten mit hoher Leuchtdichte

Die Leuchtdichte hat den größten Einfluss auf die Blendempfindung. Für unser Auge ist sie maßgebend für den wahrgenommenen Helligkeitseindruck. Helle und sehr helle Leuchten und Leuchtmittel (20.000 bis über 500.000 cd/m2) müssen immer gegen den direkten Einblick einer Person geschützt werden. Eine richtige Positionierung zum Arbeitsplatz, indirekte Beleuchtung und vor allem eine geeignete Abschirmung der Leuchte (Raster oder spezielle Reflektoren) verhindern bzw. begrenzen die Blendung.

Leuchtengröße beachten

Die Größe der Leuchtfläche hat Einfluss auf die Blendung. Bei der Wahl aus zwei Leuchten gleichen Lichtstroms (z.B. 806 lm, Lumen), aber unterschiedlicher Größe sollte immer die mit der größeren Leuchtfläche gewählt werden – z. B. LED-Panel*. Denn diese verteilt das Licht auf eine größere Raumfläche und reduziert somit die Blendung.

Richtige Anordnung der Lichtquelle zum Arbeitsplatz bzw. umgekehrt

Das Licht am Arbeitsplatz sollte bestenfalls schräg seitlich einfallen. Erreicht werden kann dies für Tageslicht, wenn der Bildschirmarbeitsplatz parallel zu Fensterfront positioniert ist. Bei künstlicher Beleuchtung sollte ebenfalls darauf geachtet werden, dass die Leuchten seitlich angeordnet sind.

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Arbeitsplatz parallel zum Fenster positioniert
Zu hohe Beleuchtungsstärken vermeiden

Für komplexe und filigrane Tätigkeiten werden höhere Beleuchtungsstärken gefordert. Die Mindestwerte laut Anhang 1 der ASR A3.4 „Beleuchtung“ müssen hier auf jeden Fall eingehalten werden. Höhere Werte können teilweise sinnvoll sein. Beleuchtungsstärken von 1500 lx bis 2000 lx sollten jedoch an einem Bildschirmarbeitsplatz nicht überschritten werden.

Verringerung von Helligkeitsunterschieden zwischen Blendquelle und Umfeld

Zu hohe Leuchtdichtenunterschiede können als sehr störend wahrgenommen werden. Um die Blendung zu reduzieren, sollten deshalb Decken und Wände mit hellen und matten Farben gestaltet sein. Eine indirekte Beleuchtung, bei der die Decken und Wände angestrahlt werden, ist hier ebenfalls zu empfehlen.

Gut entblendete Leuchten verwenden

Zur Vermeidung von störender Direktblendung können die UGR-Werte von Leuchten herangezogen werden. Diese werden von Leuchtenherstellern in entsprechenden UGR-Tabellen herausgegeben. Je niedriger der UGR-Wert, desto geringer ist die Blendung.

Laut DIN EN 12464-1 werden für einen Bildschirmarbeitslatz Leuchten mit UGR ≤ 19 gefordert. Technisches Zeichnen (Handzeichnen) ist mit UGR ≤ 16 noch etwas strenger angegeben.

Reflexionsarme Oberflächen

Reflexionen werden auf dunklen Oberflächen stärker wahrgenommen als auf hellen. Deshalb sollten Möbel und Arbeitsmittel mit hellen und matten Oberflächen immer bevorzugt werden. Der ergonomische Bildschirm mit hellem Rahmen bzw. Gehäuse ist also die bessere Wahl. Und die ergonomische Tastatur sollte ein Tastenlayout mit dunklen Zeichen auf hellen Tasten besitzen.

Draufsicht auf die Logitech Ergo K860
Die Logitech Ergo K860 ist eine super geteilte Tastatur – noch besser wäre sie aber mit hellen Tasten
Ausgewogene Reflexionsgrade von Decke, Wänden und Boden

Der Helligkeitseindruck wird als besser wahrgenommen, je ausgewogener die Reflexionsgrade sind. Hierdurch lässt sich auch die komplette Beleuchtung am Arbeitsplatz effizienter gestalten. Einerseits können so Kosten gespart, andererseits die Blendung insgesamt reduziert werden.

  • Empfohlene Werte für Büroräume und büroähnliche Räume (DGUV Information 215-210)
    • Decke: 0,7 bis 0,9
    • Wände: 0,5 bis 0,8
    • Boden: 0,2 bis 0,4
Sonnenschutzvorrichtungen verwenden

Die Sonneneinstrahlung kann sehr stark zur Blendung beitragen. Insbesondere dann, wenn sie im Winter sehr tief am Horizont steht. Innenliegende Sonnenschutzvorrichtungen wie Rollos, Plissees oder Lamellenstores sind die beste Wahl, um diese Blendung zu vermeiden oder zu minimieren.

Empfehlen kann ich hier die Plissees von der Manufaktur Schuette*. Die Produkte sind in allen Breiten und Höhen bestellbar und die Qualität ist wirklich sehr gut. Außerdem gibt es die Plissees sowohl mit Befestigung ohne als auch mit Bohren.

Außenliegende Jalousien oder Markisen sind ebenfalls für die Begrenzung der Blendung durch Sonneneinstrahlung geeignet. Sie sind darüber hinaus wirksamer, wenn es um den Schutz vor übermäßiger Aufheizung der Räume geht.

Lichtfarbe

Die Lichtfarbe bei Lampen wird durch ihre Farbtemperatur in Kelvin K angegeben. Dabei unterscheidet man zwischen drei Gruppen, in welche das weiße Licht eingeteilt wird – Warmweiß, Neutralweiß und Tageslichtweiß.

LichtfarbeFarbtemperaturWirkung auf Menschen
Warmweiß (ww)< 3300 Kgemütlich, behaglich, dämpfend
Neutralweiß (nw)3300 – 5000 Ksachlich
Tageslichtweiß (tw)> 5300 Kanregend, leistungsfördernd

Tageslicht verändert seine Lichtfarbe im Laufe des Tages. Mit dieser Dynamik haben sich unsere Körper im Laufe der Evolution synchronisiert. Sie beeinflusst ganz erheblich unseren biologischen Rhythmus. So wirkt bspw. rötliches, warmweißes Licht behaglich und entspannend auf uns. Hingegen hat das kalte Neutralweiß und bläuliche Tageslichtweiß eine eher belebende und leistungssteigernde Wirkung.

Lichtleiste mit Dual Color LEDs
Lichtleiste der BenQ ScreenBar mit Dual Color LEDs – durch das gezielte Mischen der unterschiedlichen LEDs kann die Lichtfarbe individuell angepasst werden

Mit der Lichtfarbe der künstlichen Beleuchtung lässt sich ein ähnlicher Effekt erreichen. Interessant für Arbeitgeber ist hier natürlich die Steigerung der Leistungsfähigkeit. Da sich aber die Wissenschaft bei den Auswirkungen durch diese Einflussnahme noch nicht einig ist, sollte sie, bspw. durch Licht mit hoher Farbtemperatur (5000–6000 K) im Schichtbetrieb, nicht vorgenommen werden. Negative gesundheitliche Effekte wie Schlafprobleme sind zu befürchten. Wir kennen es alle durch Berichte über das blaue Licht durch Smartphones und Tablet PCs.

Eine als leistungsfördernd, aber dennoch angenehm empfundene Farbtemperatur am Bildschirmarbeitsplatz ist ein Neutralweiß mit ca. 4000K. Zu warmes Licht könnte ermüdend wirken und zu kaltes Licht wird meist als zu grell und technisch kühl empfunden.

Farbwiedergabe

Die Farbwiedergabe beschreibt die Qualität von künstlichem Licht im Vergleich zu einer Referenzlichtquelle, z.B. zum Sonnenlicht oder zu einer klassischen Glühlampe. Ähnelt die Lichtquelle dem natürlichen Licht, enthält sie also möglichst alle Spektralfarben, werden die Farben von beleuchteten Objekten natürlich und wirklichkeitsgetreu wiedergegeben.

Besonders an Arbeitsplätzen, wo die Farbwahrnehmung sehr wichtig ist, z.B. im Grafikdesign oder in der Textilbranche, wird eine hohe Farbwiedergabe durch die Beleuchtung gefordert. Aber auch an Büroarbeitsplätzen muss der Farbeindruck so gestaltet sein, dass gutes und entspanntes Sehen möglich ist.

Die Farbwiedergabequalität einer Lampe wird durch den allgemeinen Farbwiedergabeindex Ra (Referenzindex allgemein, bzw. englisch: CRI – Colour Rendering Index) angegeben. Er ist eine dimensionslose Kennzahl von 0 bis 100. Sein Wert gibt an, wie weit die Farbwiedergabe einer Lichtquelle vom Ideal des Lichts der Sonne bzw. einer Glühlampe abweicht.

Je höher der Farbwiedergabeindex Ra, desto besser ist die Farbwiedergabe. Das Sonnenlicht besitzt einen Ra von 100. Für Büros und büroähnliche Arbeitsbereiche wird laut Anhang 1 der ASR A3.4 „Beleuchtung“ ein Mindestwert Ra = 80 gefordert. Grundsätzlich wird für alle Arbeitsplätze ein Farbwiedergabeindex von mindestens Ra = 80 empfohlen, um eine gute Farbwiedergabe gewährleisten zu können.

Übrigens ist der Farbwiedergabeindex Ra nicht von einer bestimmten Lichtfarbe abhängig. Je nach Farbtemperatur der Lampe wird nämlich immer eine andere Lichtquelle als Referenz herangenommen. Leuchtmittel bis zu einer Farbtemperatur von 5000 K werden mit Licht entsprechender Farbtemperatur verglichen, das von einem idealen schwarzen Strahler abgegeben wird. Eine solche thermische Vergleichsstrahlungsquell sendet ihre Wärmestrahlung komplett in Form von elektromagnetischer Strahlung (Licht) aus. Intensität und spektrale Verteilung dieser Strahlung hängen dabei alleine von der Temperatur des Schwarzen Strahlers selbst ab.

Eine LED-Lampe* mit der Lichttemperatur von 4500 K als auch eine Glühlampe mit 2700 K können beide einen Farbwiedergabeindex Ra von bis zu 100 besitzen. Das bedeutet aber nicht automatisch, dass bei beiden Lampen alle Farben des sichtbaren Farbspektrums gleich gut wiedergegeben und wahrgenommen werden. Das Licht der Glühlampe enthält nur sehr wenig blaue und violette Lichtanteile. Deshalb ist die Farbwiedergabe dieser Farben schlechter. Die LED-Lampe ist hier durch ihr größeres und vollständigeres Farbspektrum klar im Vorteil.

Kommt es am Arbeitsplatz darauf an, spezielle Farben besonders gut erkennen zu können, reicht deshalb der allgemeine Farbwiedergabeindex Ra nicht aus. Dann sollten Leuchtmittel mit speziellen Farbwiedergabeindizes gewählt werden. Neben dem Ra sind dann oft Indizes wie der R9 für gesättigtes Rot oder R12 für gesättigtes Blau angegeben.

Farbliche Raumgestaltung

Bei der Farbgestaltung von Wänden und anderen Oberflächen sollte auch die psychische Wirkung auf uns Menschen beachtet werden (siehe Auszug aus Tabelle nach BAuA, 1999; Grandjean, 1991).

FarbeTemperaturStimmung
Blaukaltberuhigend
Braunwarm bis neutralanregend
Gelbsehr warmanregend
Grünsehr kalt bis neutralsehr beruhigend
Orangesehr warmsehr anregend
Rotwarmaufreizend und beunruhigend
Schwarzneutralberuhigend
Violettkaltaggressiv, beunruhigend, entmutigend
Weißneutralanregend

Flimmern und Pulsation

Beim Flimmern schwankt die Intensität des Lichts periodisch. Bis zu einer Frequenz von 100 Hz ist diese Schwankung vom Menschen wahrnehmbar. Ab 200 Hz wird sich „unsichtbar“. Sehr empfindlich veranlagte Personen können das Flimmern jedoch bis zu einer Frequenz von 400 Hz wahrnehmen. Ob es störend empfunden wird, hängt individuell von der Sehaufgabe und der Umgebungsbedingungen ab.

Das Flimmern einer Lampe wird oft nur teilweise bewusst, meist aber unbewusst wahrgenommen. Dabei entsteht Stress, der verschiedene Organe, das Hirn, die Muskeln und lebenswichtige Prozesse im Körper belasten kann.

  • Das Wohlbefinden wird gestört
  • Kopfschmerzen oder gar Migräne entstehen
  • Erschöpfung und Müdigkeit wird gefördert
  • Konzentration wird gemindert
  • Arbeitsleistung reduziert sich
  • Schlimmstenfalls kann es zu epileptischen Anfällen kommen

Der Stroboskopische Effekt aufgrund einer flimmernden Beleuchtung ist an Büroarbeitsplätzen eher weniger relevant. Er kann aber an Arbeitsplätzen zur Unfallgefahr werden, wo mit sich periodisch bewegenden oder rotierenden Teilen gearbeitet wird. Durch den Stroboskopeffekt kann es nämlich passieren, dass die Drehung, Drehrichtung oder die Schwingung sich bewegender Teile vollkommen falsch eingeschätzt wird.

Was kann man tun?

Ursache für flimmernde Gasentladungs- und LED-Lampen sind meist die Netzfrequenz sowie die Verwendung konventioneller oder falscher Vorschaltelektronik. Es gibt drei Möglichkeiten, das Flimmern zu verhindern bzw. so weit zu vermindern, dass es nicht mehr als störend wahrgenommen wird:

  1. Hochfrequente elektronische Vorschaltgeräte EVG verwenden
  2. Anschluss der Beleuchtungsanlage an die drei verschiedenen Außenleiter, da hier die Schwingungen der Netzfrequenz eine Phasenverschiebung von 120° aufweisen
  3. Duoschaltung, welche eine Phasenverschiebung von 90° ermöglicht

Besonders häufig tritt Flimmern auf, wenn dimmbare Beleuchtungsanlagen auf energiesparende LED-Lampen umgerüstet werden. Dann sollten folgende Lösungsvorschläge geprüft werden:

  • Trafo austauschen – passender Trafo für LED-Leuchtmittel
    • Gute Spannungsqualität – keine Schwankungen in der Ausgangsspannung
    • Mindestlast des Trafos beachten – muss für die Beleuchtungsanlage geeignet sein
  • Falls Dimmfunktion gewünscht
    • Passende LED-Leuchtmittel, die dimmbar sind, kaufen
    • Passende LED-Dimmer verwenden
  • Hochwertige LED-Leuchtmittel* kaufen!
    • Billige Lampen haben meist auch eine billige Elektronik verbaut – sie reagieren direkt auf Spannungsschwankungen und flimmern

Betrieb und Instandhaltung der Beleuchtungsanlagen

Planung vor der Inbetriebnahme

Um die Sicherheit und den Schutz der Gesundheit der Beschäftigten zu gewährleisten, muss eine neue Beleuchtungsanlage vor Betrieb gut geplant werden. Mit ausführlichen Planungsunterlagen, erstellt durch geschultes Fachpersonal, können Mängel von Beginn an ausgeschlossen werden. Eine Investition in die Erstellung der Unterlagen lohnt sich. Denn nachträgliche Änderungen an der Arbeitsplatzbeleuchtung können aufwändig und sehr kostenintensiv sein.

Die Planungsunterlagen sollten individuell für den jeweiligen Arbeitsplatz, die dort verrichtete Tätigkeit bzw. speziell für die Sehaufgabe erstellt werden. Dabei müssen alle wichtigen Daten, Berechnungen und Angaben zum Raum, den Einbauten, den Fenstern bzw. Dachoberlichtern und zur geplanten Beleuchtungsanlage (möglichst bestehend aus Kunstlicht + Tageslicht) enthalten sein. Die Anordnung und Ausrichtung der künstlichen Beleuchtung, die Anzahl und die Art der Leuchten sowie ihre technischen Angaben orientieren sich dabei an den oben erwähnten Punkten zur ergonomischen Arbeitsplatzbeleuchtung.

Wartungsplan

Ein Wartungsplan ist ebenfalls Teil der Planungsunterlagen. Hier wird festgelegt, was und wann gewartet oder instand gehalten werden muss. Denn die Verschmutzung von Leuchten, deren Lampen, von Oberflächen (Wände, Decken) und die qualitative Verschlechterung der Lichtleistung oder gar deren Ausfall bedingen gewisse Wartungsintervalle:

  • Reinigung der Leuchten und Lampen
  • Reinigung des Raums und der Oberflächen
  • Reinigung der Fenster und Oberlichter
  • Lampenwechsel – nur durch Lampen mit denselben Kenngrößen laut Planungsunterlagen (Tipp: nur solche Leuchten verwenden, wo die Leuchtmittel selbst getauscht werden können)
  • Renovierung des Raums

Der Wartungsfaktorgesamt berücksichtigt die mit der Zeit zu erwartenden Beeinträchtigungen. Er dient zur Berechnung des geforderten Neuwertes der Beleuchtungsstärke einer Leuchte. Wird bspw. ein Mindestwert der Beleuchtungsstärke von 500 lx an einem Büroarbeitsplatz gefordert, so muss die vorhandene Beleuchtungsstärke bei Inbetriebnahme um den Wartungsfaktor höher sein. Nur so wird garantiert, dass der Mindestwert in der Zeit bis zum nächsten Wartungsintervall nicht unterschritten wird.

Neuwert = Mindestwert der Beleuchtungsstärke / Wartungsfaktor für festgelegten Wartungsintervall

Beispiel für einen Computerarbeitsplatz und einem dreijährigen Wartungszyklus:
500 lx / 0,67 ≈ 750 lx

Bewährte Wartungsfaktoren und konkrete Anwendungsbeispiele für einen dreijährigen Wartungszyklus laut DGUV Information 215-210.

WartungsfaktorAnwendungsbeispiel
0,80Sehr sauberer Raum,
Anlagen von geringer Nutzungsdauer
0,67Sauberer Raum
0,57Innen- und Außenbeleuchtung,
normale Verschmutzung
0,50Innen- und Außenbeleuchtung,
starke Verschmutzung
Einhaltung der Planungswerte messtechnisch überprüfen

Nachdem die Beleuchtungsanlage in Betrieb genommen wurde, sollte messtechnisch geprüft und dokumentiert werden, ob die Planungswerte an ausgewählten Berechnungspunkten im Raum auch eingehalten werden.

Um annäherungsweise eine Aussage über die Einhaltung geforderter Beleuchtungsstärken und deren Gleichmäßigkeit machen zu können, sollte eine orientierende Messung durchgeführt werden. Die Messungen selbst können durch geschultes Fachpersonal aus dem eigenen Unternehmen durchgeführt werden. Entsprechende Seminare werden von den Unfallversicherungsträgern angeboten – Seminare nach dem DGUV Grundsatz 315-201 „Anforderungen an die Ausbildung von fachkundigen Personen für die Überprüfung und Beurteilung der Beleuchtung von Arbeitsplätzen“.

Für die orientierenden Messungen werden einige Vorgaben gemacht:

  • Beleuchtungsstärkemessgerät* mind. der Klasse C ist zu verwenden
  • Ausstattung und Anordnung des Arbeitsplatzes sollte der späteren Nutzung entsprechen
  • Messung mit Beschäftigten am Arbeitsplatz durchführen
  • Möglichst gleichmäßig verteilte Messpunkte verwenden

Die orientierende Messung sollte auch immer dann erfolgen, wenn…

  • Beschäftigte über Beschwerden klagen, die von der Beleuchtungsanlage resultieren
  • Womöglich die Anforderungen an die Beleuchtungsanlage nicht eingehalten werden
  • Wartungsintervalle verlängert werden sollen
  • Arbeitsplätze und Tätigkeiten neu oder umorganisiert wurden

Leuchtmittel

LED-Leuchtmittel

LED Leuchtmittel (light emitting diode)

LED Lampen

  • Sehr geringer Energieverbrauch im Vergleich zu den anderen
  • Sehr lange Lebensdauer – teilweise über 50.000 Stunden
  • Werden nicht heiß und hinterlassen keine unschönen Flecken auf der Wand oder Decke
  • LED Leuchtmittel sind mit allen gängigen Fassungen zu haben
  • Mittlerweile sind sie in unterschiedlichen Lichtfarben erhältlich
  • LEDs sind widerstandsfähig gegen Vibrationen und Stöße
  • Bei der Entsorgung entsteht kein Sondermüll, wie es bei Energiesparlampen der Fall ist (Quecksilber)
  • LED Leuchtmittel sind im Vergleich zu anderen etwas teuerer in der Anschaffung

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Leuchtstoffröhren

Leuchtstoffröhren

Leuchtstoffröhren

  • Höhere Energieausbeute als herkömmliche Glühbirnen (Lumen pro Watt)
  • Gleichmäßige Beleuchtung, da das Licht über eine große Fläche abgegeben wird
  • Lange Betriebsdauer von bis zu 20.000 Betriebsstunden (verkürzt sich erheblich, wenn die Leuchtstoffröhre häufig ein- und ausgeschaltet wird)
  • Kompaktleuchtstofflampen sind als Energiesparlampen bekannt (siehe oben)
  • Die Farbwahrnehmung ist etwas verfälscht
  • Ein geringer, aber für den Menschen unbedenklicher Anteil von UV-Strahlen wird freigesetzt
  • Muss als Sondermüll entsorgt werden, da Quecksilber enthalten ist
  • Hinweis: Mittlerweile sind auch Leuchtstoffröhren mit LED-Technik erhältlich, die auch jetzt schon angenehmes und leistungsstarkes Licht ausstrahlen

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Halogenstrahler

Halogenstrahler

Halogenlampen

  • Halogenstrahler brauchen keine Anlaufzeit und sind sofort hell
  • Die Betriebsdauer ist mit etwa 4.000 Stunden nur durchschnittlich
  • Die Farbwiedergabe ähnelt der des Tageslichts und ist deshalb besonders gut
  • Aufgrund der kompakten Bauweise können Halogenstrahler auch dort verwendet werden, wo nur wenig Platz ist – es gilt jedoch zu beachten, dass durch die Betriebsspannung von 12V ein Netzteil untergebracht werden muss
  • Hier wird ebenfalls ein geringer UV-Anteil emittiert
  • Die Lampen können sehr heiß werden – Verbrennungs- und Brandgefahr

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Vollspektrum-Tageslicht-Leuchtmittel

Vollspektrum-Tageslicht-Leuchtmittel

Vollspektrumlampen

  • Vollspektrum-Tageslicht-Leuchtmittel sind Leuchtstoffröhren und müssen auch als solche behandelt werden (Entsorgung als Sondermüll)
  • Die spektrale Zusammensetzung des Lichts ähnelt der des Sonnenlichts
  • Vollspekrumlampen bzw. Tageslichtlampen wirken positiv auf die Stimmung und können leistungsfördernd sein
  • Die Farbwiedergabe ist sehr gut (Ra 96)
  • Da das Spektrum auch das nicht sichtbare Licht (UV-Strahlen) beinhaltet, kann bei falscher Anwendung Sonnenbrand auf der Haut entstehen

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Kompaktleuchtstofflampen – Energiesparlampen

Energiesparlampen

Energiesparlampen

  • Verbrauchen im Vergleich zur herkömmlichen Glühbirne bis zu 80% weniger Energie
  • Die Betriebsdauer ist etwa 10 mal länger als bei einer Glühbirne
  • Die meisten Energiesparlampen benötigen eine Aufwärmphase bis sie ihre volle Helligkeit erreicht haben (wird immer kürzer)
  • Werden nur bedingt warm – keine Verbrennungsgefahr
  • Kompaktleuchtstofflampen, wie Energiesparlampen auch heißen, sind oft größer als andere Leuchtmittel und passen deshalb nicht in jede Lampe
  • Die Farbwiedergabe kann verfälscht werden – deshalb sollten sie nicht zum Einsatz kommen, wenn es auf die Farberkennung am Arbeitsplatz ankommt
  • Gefährlich für die Umwelt ist der Quecksilberanteil – muss als Sondermüll verwertet werden

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Warum lohnt sich eine ergonomische Arbeitsplatzbeleuchtung?

Auswirkungen falscher Beleuchtung

  • Abnehmende Leistungsbereitschaft
  • Steigende Fehlerhäufigkeit
  • Größere Unallgefahr

Positive Effekte bei optimalem Licht am Arbeitsplatz

Orientieren sich die Lichtverhältnisse an ergonomischen Richtlinien, hat dies einen enormen Effekt auf das Wohlbefinden der Mitarbeiter. Ihre Motivation, Konzentration, Leistung, Effektivität und Zufriedenheit steigt, was sich letztendlich auf den Erfolg des Unternehmens auswirkt.

In heutigen Zeiten ist es auch wichtig, sich am Umweltschutz zu beteiligen. Unternehmen haben hier einen gewaltigen Einfluss und besitzen vor allem enorm viel ungenutztes Potenzial. Durch die richtigen Maßnahmen, wird sich der Energieverbrauch gewaltig reduzieren. In vielen Büros beispielsweise, werden immer noch Energie fressende Neonröhren eingesetzt. Durch den Einsatz von Energie sparenden Beleuchtungen wie z.B. LEDs und durch geeignete Regelungsanlagen, die das Licht während des Tages entsprechend dämmen und ans Tageslicht anpassen, kann viel Strom eingespart werden.

Wenn teure Anlagen zur Regelung des Lichts nicht installiert werden können, sollten Mitarbeiter darüber informiert werden, dass sie einen Beitrag zum Umweltschutz leisten und dem Unternehmen helfen, Energie zu sparen, wenn sie die Beleuchtung manuell an die Verhältnisse anpassen.

Licht am Arbeitsplatz hat also enormen Einfluss auf unser Wohlbefinden sowie den Erfolg eines Unternehmens. Es ist essentiell. Vor allem Tageslicht! Jeder einzelne kann selbst dazu beitragen, genügend natürliches Licht aufzunehmen. Z.B, wenn man in den Pausen raus an die frische Luft geht und einen kleinen Spaziergang unternimmt. Jedoch ist es das Unternehmen, das am Arbeitsplatz dafür sorgen muss, dass bei der Beleuchtung ergonomische Verhältnisse bestehen, die vom Mitarbeiter positiv ausgeschöpft werden können.

Eigene Erfahrungen

Schlechte Lichtverhältnisse und der fehlende Blick nach draußen waren nur zwei Gründe für meine frühere Unzufriedenheit im Job. Ich hatte das Gefühl des eingeschlossen Seins – Bunkereffekt. Auch deshalb habe ich mich mit dem Thema Licht am Arbeitsplatz und seine Auswirkungen auseinander gesetzt und diesen Artikel geschrieben. Es hat mir damals sehr zu schaffen gemacht, kein Tageslicht abzubekommen und nicht einmal zu sehen, welches Wetter draußen ist. Jedoch sind nicht alle gleich anfällig. Die meisten Kollegen des Großraumbüros haben sich über Jahrzehnte damit abgefunden und an die Gegebenheiten angepasst.

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Stefan