
Mit dem CLOUVOU CleverDesk habe ich einen elektrisch höhenverstellbaren Schreibtisch aus der günstigeren Preisklasse getestet. Trotzdem bringt er einiges an Ausstattung mit: vier Speicherplätze, eine Sitz-Steh-Erinnerung und praktisches Zubehör wie Kabelbox und Headset-Haken. Für meinen Test habe ich mich für die weiße Variante mit einer 140 × 70 cm großen Tischplatte entschieden.
In meinem Testbericht zeige ich dir, wie gut sich der CLOUVOU CleverDesk im Arbeitsalltag schlägt. Ich gehe auf die Montage, Verarbeitung, Höhenverstellung, Stabilität, Beinfreiheit und das Kabelmanagement ein. Dabei erfährst du, wie gut der CleverDesk die Anforderungen an einen ergonomischen Schreibtisch erfüllt, was mir besonders gut gefallen hat und welche Einschränkungen du vor dem Kauf beachten solltest.
Kurz und knapp – Alles Wichtige zum CLOUVOU CleverDesk
Vorteile
- Einfache Montage ohne zusätzliches Werkzeug dank verständlicher Anleitung und vorgefertigter Gewindebuchsen in der Tischplatte. Letztere sind auch bei einer späteren Demontage von Vorteil.
- Gute Verarbeitungsqualität – die Komponenten sind sauber gefertigt und wirken für diese Preisklasse sehr wertig.
- Hochwertig wirkende und pflegeleichte Tischplatte, die sich in meinem Test gegenüber normalen Beanspruchungen unempfindlich zeigte.
- Vier Speicherplätze und praktische Zusatzfunktionen wie eine Sitz-Steh-Erinnerung sowie USB-A- und USB-C-Ladeanschluss.
- Funktionelles Kabelmanagement mit Kabelbox, Kabelclips und Klettbindern. Auch ein praktischer Headset-Haken ist bereits im Lieferumfang enthalten.
- Großzügige Beinfreiheit – durch den einzelnen, hinten liegenden Querträger bleibt mehr Platz in der Tiefe.
- Gute Stabilität für diese Preisklasse. Trotz des einfachen Rahmengestells ist insbesondere in der Sitzposition nur wenig Wackeln wahrnehmbar.
Nachteile
- Relativ hohe minimale Tischhöhe von 74,5 cm. Vor allem für kleinere Personen kann dies ergonomisch problematisch sein.
- Wahrnehmbare Schwingungen in der Stehposition. Je höher der Tisch ausgefahren ist, desto deutlicher können sie sich auf den Monitor übertragen.
Fazit

Der CLOUVOU CleverDesk hat mich in meinem Test positiv überrascht. Gerade mit Blick auf den günstigen Preis hätte ich nicht mit einer solch ordentlichen Gesamtleistung gerechnet. Die einzelnen Komponenten sind sauber verarbeitet, die Montage ist einfach und auch im späteren Arbeitsalltag konnte mich der Schreibtisch überzeugen.
Die Tischplatte hat meinen positiven ersten Eindruck bestätigt. Sie wirkt hochwertig, ist pflegeleicht und zeigte sich bei normaler Beanspruchung unempfindlich. Auch die elektrische Höhenverstellung funktioniert so, wie sie soll. Sie ist zwar nicht besonders schnell, für den regelmäßigen Wechsel zwischen Sitzen und Stehen finde ich die Geschwindigkeit aber vollkommen ausreichend.
Besonders gelungen finde ich außerdem das Kabelmanagement. Trotz der einfachen Ausführung ist alles vorhanden, was du für einen ordentlich eingerichteten Arbeitsplatz benötigst. Vor allem die mitgelieferte Kabelbox bietet überraschend viel Platz.
Bei der Stabilität hatte ich aufgrund des einzelnen Querträgers anfangs meine Zweifel. Diese haben sich im Test aber weitgehend als unbegründet herausgestellt. Im Sitzen steht der CleverDesk ruhig. In der Stehposition können sich Schwingungen zwar sichtbar auf den Monitor übertragen, als störend habe ich das beim Arbeiten jedoch nicht empfunden. Dafür bietet die Konstruktion etwas mehr Beinfreiheit in der Tiefe.
Was du beachten solltest, ist die relativ hohe minimale Tischhöhe von 74,5 cm. Für mich mit 1,78 m ist sie noch akzeptabel. Für kleinere Personen unter 1,70 m kann der Schreibtisch aber bereits zu hoch sein.
Insgesamt bietet der CLOUVOU CleverDesk ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Du bekommst einen ordentlich verarbeiteten, praktisch ausgestatteten und für den normalen Büroalltag ausreichend stabilen höhenverstellbaren Schreibtisch. Wenn die minimale Tischhöhe zu deiner Körpergröße passt, kann ich ihn für das Homeoffice, aber auch für den Einsatz im Büro gut empfehlen.
ab 289,99 €inkl. gesetzl. MwSt.
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Höhenbereich 74,5 cm–122,3 cm
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Körpergröße 175–195 cm
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Belastbarkeit (dyn.) 100 kg
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Speicherplätze 4
CLOUVOU CleverDesk – Der ausführliche Test
Über den Autor
Ich bin Stefan und habe den CleverDesk mehr als sechs Wochen im Alltag getestet. Durch meine bisherigen Tests ergonomischer Schreibtische kann ich gut einschätzen, worauf es bei Verarbeitung, Ergonomie und Nutzung im Alltag ankommt.
Wenn du über einen der mit Sternchen (*) gekennzeichneten Links kaufst, erhalte ich eine kleine Provision. Für dich bleibt der Preis gleich. Damit unterstützt du meine Arbeit. Vielen Dank!
Lieferung, Verpackung und Lieferumfang
Der höhenverstellbare Schreibtisch CLOUVOU CleverDesk kommt in zwei separaten Paketen. Da ich mich für die kleinere Tischplatte entschieden hatte (140 × 70 cm), war es mir möglich, beide allein zu tragen. Eine helfende Hand wäre aber auch hier sicherlich nicht verkehrt gewesen. Denn insbesondere die Tischplatte selbst bringt schon ein ordentliches Gewicht auf die Wage (ca. 12 kg) – ein erstes gutes Merkmal, wie ich finde.

Die Pakete sind sehr transportsicher verpackt. So ist die Tischplatte rundum mit Schaumstoffleisten sowie Eckenschoner geschützt. Und die Einzelteile im Paket mit dem Tischgestell liegen sicher und formschlüssig in einem maßgefertigten Schaumstoff-Inlay.

Beim Auspacken der einzelnen Komponenten konnte ich mir einen sehr guten ersten Eindruck von der Produktqualität machen. Trotz der günstigeren Budget-Klasse, in den ich den CLOUVOU CleverDesk einordnen würde, war ich doch sehr positiv überrascht von der Wertigkeit. Die Komponenten sind sehr sauber gefertigt, es gibt keine unschönen Rückstände oder offensichtliche Fehler (Grate, unsaubere Lackierungen, o. Ä.) und auch die vormontierten Bauteile sind sauber zusammengefügt.
Zwei Punkte sind mir hier schon aufgefallen. Als erstes die qualitativ hoch wirkende Tischplatte, die vorgefertigte Gewindebuchsen besitzt. Diese Buchsen vereinfachen die Montage und ermöglichen es zugleich, den Tisch später wieder beschädigungsfrei zu demontieren. Der zweite Punkt: es gibt nur einen Querträger (längliches Profil, welches die Tischbeine miteinander verbindet). Hier war ich ehrlicherweise erst etwas kritisch. Denn dadurch könnte die Steifigkeit des Rahmens leiden. Doch dass dieses Bedenken nicht ganz berechtigt war und dass nur ein Querträger auch Vorteile haben kann, darauf gehe ich weiter unten im ausführlichen Testbericht ein.

Alle Schrauben für die Montage liegen in einer verschweißten und beschrifteten Tüte bei. Und sogar ein Tütchen mit Ersatzteilen ist vorhanden. Mehr Werkzeug als den im Lieferumfang enthaltenen Inbussechskantschlüssel wird nicht benötigt.
Die Montageanleitung im Format DIN-A4 ist sehr verständlich formuliert. Alle Schritte sind textlich wie auch bildlich (gut erkennbar) beschrieben. Um besser einschätzen zu können, was dich beim Aufbau erwartet, habe ich diesen dokumentiert. Im folgenden Kapitel zeige ich dir die einzelnen Schritte und gebe nütztliche Tipps. Plane etwa 30–60 Minuten dafür ein.

Montage
Für den Schutz des Bodens und der einzelnen Komponenten empfehle ich dir, einen Teppich oder eine der Schaumstoffmatten aus dem Paket der Tischplatte unterzulegen. Ich war besonders vorsichtig beim Aufbau – deshalb siehst du hier erst einmal keine Schutzunterlage ;-).
Im ersten Schritt geht es schon an den Querträger, den ich zuvor bereits angesprochen habe. Noch bevor dieser mit den Tischbeinen verschraubt wird, löst du die vier Klemmschrauben (nur lösen, nicht herausschrauben). Hierdurch kannst du später den Tischrahmen in der Länge anpassen, damit er mit der Tischplatte verschraubt werden kann.

Jetzt positionierst du die beiden Tischbeine rechts und links im Abstand so, dass du den Querträger passend darauf ablegen kannst (mit dem Langloch zu dir und den eben gelösten Klemmschrauben nach unten zeigend, wie du im folgenden Bild siehst). Dann wird der Träger mit jeweils zwei Schrauben mit dem Motorgehäuse der Tischbeine verschraubt.

Im nächsten Schritt drehst du das vormontierte Rahmengestell einmal herum, sodass der Querträger jetzt auf dem Boden liegt. Nun kommen die sogenannten Tischplattenauflagen, die du genauso wie den Querträger vorher am Motorgehäuse verschraubst.

Als nächstes stellst du das Rahmengestell auf denk Kopf, also mit den Tischbeinen nach oben zeigend. In dieser Position legst du die beiden Tischbeine oben auf und verschraubst sie mit jeweils vier Schrauben.
Nun kannst du auch direkt noch überprüfen, ob alle Fußteller ganz eingedreht sind. Ich würde empfehlen, sie im Sinne einer später besseren Stabilität erst einmal einzudrehen und handfest anzuziehen. Falls du einen unebenen Boden hast, kannst du sie später immer noch entsprechend ausrichten.

Nach diesem Schritt drehst du das Gestell um und stellst es auf die Tischfüße. Anschließend befestigst du die beiden Tischplattenauflagen mit jeweils zwei Senkkopfschrauben.

Damit es später zu keiner störenden Geräuschentwicklung während der Höhenverstellung kommt, müssen Tischgestell und Tischplatte entsprechend entkoppelt werden. Und hier kommen die Silikonpuffer ins Spiel. Diese musst du jetzt an allen Langlöchern am Querträger und an den Tischplattenauflagen aufkleben.

Das Gestell ist jetzt erst einmal fast fertig. Bevor es aber an die Verschraubung mit der Tischplatte geht, kümmern wir uns als nächstes noch um das dünne Blech, welches zur Kabelbox geformt werden muss.
Du findest an dem Blech entsprechende Lochfalzkanten. Als erstes legst du das Blech so auf dem Boden ab, dass die schon vorgebogene Kante nach oben zeigt. Dann biegst du die beiden kurzen, äußeren Seiten nach unten und danach jeweils die kompletten Außenseiten nach oben.

Im letzten Schritt biegst du dann noch die lange Blechseite bis zu einem gewissen Winkel nach oben. So weit, bis sie parallel zu den schrägen Kanten der Außenseiten ausgerichtet ist (siehe nächste Bild links).

Nun kommt die Verbindung von Gestell und Tischplatte. Hierfür solltest du aber spätestens jetzt wirklich etwas zum Schutz unterlegen, zum Beispiel eine der Schaumstoffmatten aus dem Paket.
Leg zuerst die Tischplatte mit den Gewindebuchsen nach oben zeigend auf der Matte ab. Richte sie so aus, dass die Befestigungsstellen für das Bedienteil (jeweils zwei links und rechts nah an der Tischkante liegende Buchsen) zu dir zeigen. Dann nimmst du das Tischgestell, drehst es herum und stellst es auf den vorher aufgeklebten Silikonpuffern ab. So ausgerichtet, dass sich der Querträger hinten befindet.
Jetzt musst du das Gestell nur noch ausrichten. In meinem Fall haben die Bohrlöcher im Gestell sehr gut mit den Gewindebuchsen in der Tischplatte übereingestimmt. Festschrauben und fast fertig. Zuletzt darfst du nicht vergessen, die im ersten Montageschritt gelösten Klemmschrauben im Querträger wieder festzuziehen. Beachte dabei, dass die Auszugsschiene möglichst mittig ausgerichtet ist. Diese Verklemmung ist wichtig, um dem Schreibtisch später eine bessere Steifigkeit zu geben.

Im nächsten Montageschritt befestigst du die Kabelbox an der Tischplatte. Auch hierfür sind die entsprechenden Gewindebuchsen schon vorhanden. Richte die Box so aus, dass die lange gebogene Blechseite nach hinten zeigt.
Beim Anschrauben braucht es etwas Fingerspitzengefühl. Aufgrund des T-Griffs des Inbusschlüssels hakt das Werkzeug bei jeder Umdrehung etwas.

Danach kannst du dir die Reihenfolge raussuchen. Ich habe mich für den Headset-Haken entschieden. Hier solltest du schon im Voraus überlegen, auf welcher Seite des Tisches du diesen nachher haben möchtest. In meinem Fall sollte er auf der rechten Seite sein, weshalb ich ihn beim umgedrehten Tisch links montiert habe.

Dann bleibt noch das Bedienelement. Auch hier hast du wieder die Wahl, ob du es links oder rechts montieren möchtest. Wie beim Headset-Haken zuvor, wollte ich auch das Bedienelement rechts haben.

Im allerletzten Schritt der Montage fehlt noch die Verkabelung sowie das saubere Verlegen und Sichern der entsprechenden Kabel.
Hier ist alles selbsterklärend. Das Verlängerungskabel brauchst du für den Motor, der weiter entfernt vom Bedienelement liegt. Die Stecker passen ausschließlich in die vorgesehenen Eingänge. Falsch machen oder vertauschen kannst du hier nichts.
Am Querträger findest du zwei Laschen mit jeweils zwei gebogenen Halterfingern. Diese kannst du nutzen, um die Kabel in ihrer Position zu sichern. Zudem findest du im Lieferumfang noch selbstklebende Kabelclips. Mit Hilfe derer kannst du mehrere Kabel bündeln, sichern und somit ordentlich entlang der Tischplatte führen.

Erster Eindruck
Bis hierher kann ich erst einmal nur Positives zum CLOUVOU CleverDesk sagen. Trotz des niedrigen Preises wurde ich von einer doch sehr ordentlichen Qualität überrascht. Die Montage war einfach und insbesondere von den vorgefertigten Gewindebuchsen in der Tischplatte bin ich begeistert.
Man merkt, dass hier alles etwas einfacher gehalten ist. Deshalb wurde bspw. auch nur ein Querträger verbaut. Dass dies aber gar nicht so negativ ist, wie anfangs gedacht, habe ich schon während des Aufbaus und nach dem ersten Aufstellen des Schreibtisches gemerkt. Ich habe eine wesentlich schlechtere Steifigkeit der gesamten Konstruktion befürchtet. Doch der CleverDesk hat mich auch hier ganz positiv überrascht. Es geht natürlich noch besser – schau dir zum Beispiel den CLOUVOU ProDesk im Test an –, aber für den Preis erhält man hier schon sehr viel für sein Geld.
Ich finde den Tisch auch optisch gelungen. Mir gefällt die harmonische Kombi aus weißem Tischgestell und weißer Tischplatte. Ein zeitloses Design, welches auch nach mehreren Jahren noch angenehm anzuschauen ist.
Beim ersten Probesitzen am Schreibtisch ist mir jedoch ein kleiner Wermutstropfen aufgefallen: die minimale Tischhöhe ist relativ hoch. Was für mich noch absolut ausreichend ist, könnte für kleinere Personen (unter 1,75 m bzw. 1,70 m) zum Problem werden. Warum das so ist, darauf gehe ich weiter unten genauer ein.
Mein erster Eindruck des CLOUVOU CleverDesk war also durchaus positiv.
Doch wie schneidet der Schreibtisch im Alltag ab und wie ist er mit Blick auf die Ergonomie zu bewerten? Im folgenden Kapitel gehe ich genauer darauf ein.

Tischplatte, Gestell und Beinfreiheit
Für diesen Test habe ich mich für die Tischplatte in der Farbe Weiß und in der Größe 140 × 70 cm entschieden (2,5 cm stark). Es handelt sich dabei um eine sehr stabile Spanplatte mit Melaminharzbeschichtung. Die weiße Oberfläche besitzt eine leichte Pearl-Struktur, ist matt und schützt somit vor störenden Reflexionen durch Lichtquellen.
Doch wie sieht es um die Empfindlichkeit der Oberfläche aus? Hierfür nutze ich meinen eigenen Kratztest, bei dem ich den Boden eine Kaffeetasse mehrmals abstelle und über den Tisch rutsche. Ich konnte keine bleibenden Kratzer feststellen.
Und noch etwas: Wie das so oft ist, ist mir ein kleines Missgeschick beim Aufbauen passiert. Wirklich nur klein, aber eben ärgerlich. Ich habe die Tischplatte beim Auspacken mit der Kante über den Fußboden gezogen. Dabei hat sich etwas Abrieb vom Boden auf die Kante der Tischplatte übertragen. Mit einem feuchten Tuch ließ sich der Schmutz aber leider nicht mehr so leicht entfernen. Gut, dass ich noch einen Schmutzradierer* hatte. Mit diesem war es sogar problemlos möglich, die Rückstände zu entfernen. Und noch besser, es hat sich nichts von der weißen Tischoberfläche gelöst. Für mich war das ärgerlich, für den Test des CLOUVOU CleverDesk aber ein absoluter Glücksfall.

Der CleverDesk steht auf einem Tischgestell mit rechteckigen T-Beinen. Schaust du von der Seite darauf, befinden sich die Tischbeine also genau in der Mitte zur Tischplatte. So entsteht eine Symmetrie, die dem Schreibtisch eine sehr harmonische Optik verleiht.
Nun komme ich zu einem unerwarteten Vorteil, der sich ergibt, weil der Tisch nur einen durchgehenden Querträger besitzt. Diesen Punkt, welchen ich weiter oben also noch hauptsächlich kritisch betrachtet habe, stellt sich hier sogar eher als Vorteil heraus. Denn da der zweite Querträger fehlt, entsteht mehr Beinfreiheit in der Tiefe. Die Querträger, der Rahmen in der Mitte oder auch die sogenannte Traverse sind es nämlich, die diese Freiheit einschränken können. Es ist nämlich möglich, dass man beim Sitzen mit den Knien daran anstößt. Dies kann übrigens vor allem auch dann passieren, wenn die Tischplatte weniger Tief ist. In meinem Test konnte ich kein störendes Anstoßen feststellen.

Höhenverstellung und Bedienung
Der höhenverstellbare Schreibtisch CLOUVOU CleverDesk ist mit einem realtiv breiten Bedienelement ausgestattet (15 cm). Wie ich schon oben bei der Montage erwähnt habe, ist es möglich, dieses entweder rechts oder links zu montieren. Es ist um 30° abgewinkelt und steht somit leicht unter der Tischplatte hervor. Hierdurch ist eine gute Ablesbarkeit gegeben. Die Bedienung funktioniert per Touch.
Du hast die Möglichkeit vier individuelle Tischhöhen einzuspeichern. Mit einem Tipp auf die auf die Ziffern wird die entsprechend Höhe unmittelbar angefahren. Möchtest du die Höhe manuell verändern, dann nutzt du einfach die Pfeil-Tasten nach oben oder unten.
Über die Taste mit dem Wecker-Symbol kannst du dir einen Timer zwischen 0,5 h, 1 h und 2 h stellen. Ist die Zeit abgelaufen, fängt das Bedienelement an zu piepen. Somit kannst du dir eine Sitz-Steh-Erinnerung stellen und wirst regelmäßig zu Haltungswechseln animiert.

Rechts und links am Gehäuse des Bedienelements befinden sich insgesamt zwei USB-Ausgänge – USB-A = 10 W, USB-C = 15 W. Hierüber kannst du Geräte wie das Smartphone oder die drahtlose Maus bzw. Tastatur laden. Praktisch, wodurch du dir ggf. ein USB-Verlängerungskabel oder einen zusätzlichen USB-Hub sparen kannst.

Die elektrische Höhenverstellung ist im Bereich von min. 74,5 cm bis max. 122,3 cm möglich (beide Werte gemessen). Die Stehhöhe ist garantiert für die meisten Menschen völlig ausreichend, für die dieser Schreibtisch in Fragen kommt. Bei der minimalen Tischhöhe könnte es für einige kleinere Personen jedoch problematisch werden.
Warum? Wenn du deinen Arbeitsplatz ergonomisch an deine Bedürfnisse anpassen möchtest, musst du wissen, dass immer zuerst der Bürostuhl richtig eingestellt wird. Das wichtigste dabei ist die korrekte Sitzhöhe, bei der beide Füße vollflächigen Kontakt zum Boden brauchen. Erst, wenn die Sitzposition passt, folgt die richtige Einstellung des Schreibtisches.
Ist es nun aber nicht möglich, die Tischhöhe weit genug abzusenken, müssten entweder die Arme angehoben oder die Sitzhöhe nach oben angepasst werden. Beides würde zu einer schlechteren Sitzhaltung führen – entweder hochgezogene Schultern oder fehlender Kontakt mit den Füßen zum Boden.
Gehe ich also von meiner Körpergröße aus (1,78 m) – für mich war die min. Tischhöhe des CleverDesk noch akzeptabel –, dann möchte ich den höhenverstellbaren Schreibtisch für Personen ab 1,70 m, definitiv aber ab 1,75 m empfehlen. Falls du kleiner bist und den Tisch nutzen möchtest, könntest du das aber ebenfalls tun. Dann solltest du aber unbedingt eine passende Fußstütze verwenden.

Die elektrische Höhenverstellung funktioniert so, wie sie soll. Es geht zwar noch schneller, aber ich finde die Hubgeschwindigkeit von 25 mm/s für diese Preisklasse absolut ausreichend. Der Wechsel vom Sitzen ins Stehen gelingt jedenfalls in nur wenigen Sekunden.
Der Geräuschpegel während der Höhenverstellung ist akzeptabel.
Die Kollisionserkennung ist etwas schwach eingestellt. Das heißt, sie besitzt nur eine geringe Sensibilität. Auslösen konnte ich die Sensoren im Test aber trotzdem. Ich würde dir aber grundsätzlich dazu raten, beim Aufstellen des Schreibtisches direkt darauf zu achten, dass es möglichst zu keiner Kollision kommen kann.
Stabilität und Wackeln im Alltag
Der CLOUVOU CleverDesk ist laut Datenblatt belastbar bis max. 100 kg. Für ein normales Office-Setup aus einem oder zwei Monitoren plus Maus, Tastatur und sonstigen Arbeitsmitteln absolut ausreichend. Ich wollte es aber genau wissen und habe die Grenzen der Belastbarkeit ausgetestet. Hierfür bin ich mit meinem eigenen Körpergewicht mittig auf der Tischplatte gesessen. Zusätzlich habe ich den Tisch mit Hantelgewichten belastet.
Für den Kipptest bin ich bis an die Tischkante herangerückt. Ich habe es nicht übertrieben (kein Wippen), der Tisch stand stabil.
Während der Höhenverstellung konnte ich jedoch beim Hochfahren ein wesentliches Nachlassen der Hubgeschwindigkeit feststellen. Nach mehreren Hubzyklen ging die Steuerung in den Sicherheitsmodus. Ein weiteres Verfahren war erstmal nicht mehr möglich. Diese Sicherheitsfunktion ist aber ganz normal bei solchen höhenverstellbaren Tischgestellen. Nach ca. 18–20 min Abkühlzeit konnte ich die Höhenverstellung dann wieder erneut beginnen.

Wie ist es um die Steifigkeit und um das Wackelverhalten bestellt? Dabei unterscheide ich wie immer zwischen der Sitz- und der Stehposition.
Hier möchte ich noch einmal auf die Tatsache zurückkommen, dass das Tischgestell nur mit einem Querträger aufgebaut ist. Dies habe ich ja erst einmal kritisch gesehen. Denn dadurch wird die Tischkonstruktion theoretisch weniger steif. Ich muss aber zugeben, dass ich im Test nur wenig davon gespürt habe. Ich dachte, der Tisch müsste viel wackelanfälliger sein. Doch das war er nur bedingt.
In der Sitzposition besitzt der CLOUVOU CleverDesk die höchste Steifigkeit. Hier ist auch das geringste Wackeln wahrnehmbar. Wirklich störende Schwingungen konnte ich nicht feststellen.
In der Stehposition wiederum fallen die Ergebnisse etwas anders aus. Hier können sich Schwingungen, zum Beispiel durch Tippen auf der Tastatur, leichter in ein sichtbares Wackeln auf den Monitor übertragen. Dies wird umso deutlicher wahrnehmbar, je höher der Tisch ausgefahren ist. Als störend empfinde ich aber auch dieses Verhalten nicht. Der CleverDesk schneidet wirklich recht gut ab, was den Wackeltest betrifft.
Hinweis: Sichtbares Wackeln aufrund von sich übertragenden Schwingungen ist ein ganz typisches Verhalten. Bei vergleichbaren Schreibtischen ist dies ähnlich festzustellen. Ich erwähne diese Tatsache nur immer wieder deshalb, weil ich keine falschen Erwartungen aufkommen lassen möchte. Solltest du aber dennoch Bedenken diesbezüglich haben, so möchte ich dir eine stabilere Alternative vom selben Hersteller anbieten: der CLOUVOU MasterDesk*. Er besitzt ein stabileres und steiferes Rahmengestell und ist zusätzlich mit Drei-Segment-Teleskopbeinen ausgestattet. Das Problem der Steifigkeit bzw. des Wackelns kann aber auch dieser Schreibtisch nicht ganz verhindern.

Kabelmanagement
Wie du bei der Montage weiter oben schon gesehen hast, fällt das Kabelmanagement beim CLOUVOU CleverDesk recht einfach aus. Und trotzdem oder gerade deshalb finde ich es absolut gelungen.
Mit Hilfe der selbstklebenden Kabelclips lassen sich alle zum Tisch gehörenden Kabel direkt unter der Tischplatte sehr ordentlich verlegen und gegen Durchhängen sichern. Und mit den Kabelklettbindern kann darüber hinaus noch zusätzliche Ordnung in die verschiedenen Kabel des eigenen Computer-Setups hineingebracht werden.

Ein großer Vorteil des CleverDesk ist die standardmäßig im Lieferumfang befindliche Kabelbox. Mittlerweile bin ich davon überzeugt, dass jeder gute Schreibtisch eine solche Kabelbox bzw. einen solchen Kabelkanal haben sollte.
Das einzige, was man hier vielleicht kritisch ansprechen könnte, ist die Dicke des Blechs. Das geht aber auch nur dann, wenn man sehr pingelig ist. Ansonsten kann ich nur Gutes über die Kabelbox berichten. Es gibt ausreichend Platz, um eine min. 4-Fach-Steckdose darin abzulegen – Auflagefläche: 39 cm breit, 11,5 cm tief. Und das Wichtigste, es ist genügend Platz in der Höhe vorhanden (ca. 12,5 cm). Somit passen auch höhere Stecker oder Stecker mit integriertem Netzteil in die Mehrfachsteckdose – im Bild siehst du ein Steckernetzteil mit einem nach oben abgehenden USB-C-Stecker.

Durch die vielen und großzügigen Öffnungen und Zugänge ist es gar kein Problem, Kabel aus unterschiedlichen Richtungen in die Kabelbox zu führen. Damit ist sie sehr vielseitig verwendbar.

Zum guten Schluss: der Headset-Haken. Egal ob Headset mit oder ohne Kabel, irgendwo muss es verstaut werden. Ich finde den Haken deshalb sehr praktisch. Und wie du weiter oben schon erfahren hast, kann der Haken entweder rechts oder links am Schreibtisch befestigt werden. Da in der Tischplatte auch hierfür jeweils zwei vorgefertigte Gewindebuchsen vorhanden sind, ist selbst ein nachträglicher Seitentausch problemlos möglich.
Der Haken ist stabil genug, dass er auch anderweitig verwendet werden könnte.

Produktdaten
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| Kabelmanagement |
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| Herstellerinfos |
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