
Der Eliot Tiny ist ein kompakter, elektrisch höhenverstellbarer Schreibtisch, der sich sowohl für Erwachsene als auch für Kinder und Jugendliche eignet. Besonders interessant ist der große Höhenverstellbereich. Denn damit lässt sich der Tiny schon ab dem Grundschulalter nutzen und wächst über viele Jahre mit. Dank der kleineren Tischplatten eignet er sich außerdem sehr gut für Arbeitsplätze mit begrenztem Platzangebot.
Für meinen Test habe ich mich für die größere Tischplatte mit 110 × 65 cm und die optionale Kabelwanne 1cable-light entschieden. Zuerst habe ich den Tiny selbst im Homeoffice genutzt, anschließend als Kinderarbeitsplatz eingerichtet. In meinem Testbericht zeige ich dir, wie gut er sich als ergonomischer Schreibtisch im Alltag bewährt. Dabei gehe ich auf die Montage, Verarbeitung, Höhenverstellung und Stabilität ein. Außerdem zeige ich dir, welche Möglichkeiten zur Individualisierung es gibt und was mir besonders gut gefallen hat. Aber auch, wo ich noch Verbesserungspotenzial sehe.
Kurz und knapp – Alles Wichtige zum Eliot Tiny
Vorteile
- Kompakte Abmessungen – dank kleinerer Tischplatten und schmaler Fußausleger eignet sich der Tiny auch für kleinere Arbeitsplätze und Räume.
- Für Kinder und Erwachsene geeignet. Der große Höhenverstellbereich von 62,6–127,0 cm ermöglicht die Nutzung schon ab dem Grundschulalter. Ein Schreibtisch, der über viele Jahre mitwachsen kann.
- Sehr gute Produktqualität mit hochwertig verarbeiteten Einzelkomponenten und einer robusten, pflegeleichten Tischplatte.
- Durchdachte, fast kunststofffreie Verpackung, die gleichzeitig einen sicheren Transport gewährleistet.
- Unkomplizierte Montage dank verständlicher, bebilderter Anleitung. Zusätzlich wird nur ein Kreuzschlitzschraubendreher benötigt.
- Einfache und flüssige Höhenverstellung mit sanftem Start-Stopp. Das Bedienelement besitzt außerdem einen USB-A-Ladeanschluss (10 W).
- Modernes, zeitloses Design mit vielen Möglichkeiten zur Individualisierung – zum Beispiel durch magnetische Säulen-Cover, personalisierte Namens-Cover und Zubehör aus dem 3D-Drucker.
- Durchdachtes Kabelmanagement. Mit der optionalen Kabelwanne 1cable-light samt Dreifachsteckdose führt nur noch ein Kabel vom Schreibtisch zur Steckdose.
Nachteile
- Wenig Platz in der Höhe bei der optionalen Kabelwanne 1cable-light – insbesondere Winkelstecker und größere Steckernetzteile passen teilweise nicht hinein.
- Wahrnehmbare Schwingungen, die insbesondere beim intensiveren Tippen sichtbar werden. Je höher der Schreibtisch ausgefahren wird, desto deutlicher werden sie.
- Verbesserungspotenzial bei der Kindersicherheit. Die Tischplattenecken könnten stärker abgerundet sein. Außerdem bietet der Kollisionsschutz keinen zuverlässigen Schutz vor eingeklemmten Fingern.
Fazit

Der Eliot Tiny hat mich schon beim Auspacken positiv überrascht. Hier merkt man, dass sich der Hersteller bei vielen Details Gedanken gemacht hat. Das fängt bei der durchdachten Verpackung an und geht bei der Qualität der einzelnen Komponenten weiter. Auch der fertig aufgebaute Schreibtisch konnte diesen guten ersten Eindruck bestätigen. Besonders das moderne, aber dennoch wohnliche Design gefällt mir sehr gut.
Was den Eliot Tiny für mich aber vor allem interessant macht, ist seine Vielseitigkeit. Ich habe ihn zuerst selbst im Homeoffice genutzt und anschließend als Kinderarbeitsplatz aufgebaut. Dank des großen Höhenverstellbereichs eignet er sich für Erwachsene genauso wie für Kinder ab dem Grundschulalter. Gerade als mitwachsender Schreibtisch finde ich dieses Konzept richtig gelungen. Die kleineren Tischplatten sind außerdem ideal, wenn am Arbeitsplatz nur wenig Platz zur Verfügung steht.
Begeistert bin ich auch von den Möglichkeiten zur Individualisierung. Die magnetischen Säulen-Cover und das Zubehör aus dem 3D-Drucker machen es möglich, den Schreibtisch ganz nach den eigenen Vorstellungen zu gestalten. Besonders für einen Kinderarbeitsplatz finde ich das eine tolle Idee.
Natürlich gibt es auch ein paar Punkte, die mir weniger gut gefallen haben. Die Schwingungen werden in höherer Tischposition deutlicher, haben mich beim Arbeiten aber nicht wirklich gestört. Bei der optionalen Kabelwanne hätte ich mir etwas mehr Platz in der Höhe gewünscht. Und gerade weil der Tiny auch für Kinder gedacht ist, sehe ich bei den Tischplattenecken und beim Kollisionsschutz noch Verbesserungspotenzial (aber die Ecken sind eben auch ein Teil der Designsprache des Produktes selbst).
Trotzdem überwiegen für mich ganz klar die positiven Eigenschaften. Der Eliot Tiny ist ein hochwertiger, kompakter und vielseitig einsetzbarer höhenverstellbarer Schreibtisch, den ich sowohl für kleinere Arbeitsplätze im Homeoffice als auch für Kinder und Jugendliche empfehlen kann. Vorausgesetzt natürlich, dass dir die vergleichsweise kleine Arbeitsfläche ausreicht.
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- Eliot Original – ähnliches Design, aber für größere Arbeitsplätze mit mehr Platzbedarf geeignet, stabilere Konstruktion
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Höhenbereich 62,5 cm–127 cm
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Körpergröße 120–190 cm
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Belastbarkeit (dyn.) 70 kg
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Antrieb elektrisch
Eliot Tiny – Der ausführliche Test
Über den Autor
Ich bin Stefan und habe den Tiny mehr als drei Wochen selbst im Homeoffice getestet. Anschließend wurde er auch von meinem Patenkind am Kinderarbeitsplatz getestet. Dort bleibt er für den Langzeittest. Durch meine bisherigen Tests ergonomischer Schreibtische kann ich gut einschätzen, worauf es bei Verarbeitung, Ergonomie und Nutzung im Alltag ankommt.
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Lieferung, Verpackung und Lieferumfang
Wenn du dich für den höhenverstellbaren Schreibtisch Eliot Tiny entscheidest, wird das Produkt in zwei kompakten Paketen geliefert – 1× Tischplatte und 1× Tischgestell. Da ich für meinen Test zusätzlich noch die Kabelwanne ausgewählt hatte, waren es insgesamt drei Pakete.

Die Marke Eliot wirbt mit Nachhaltigkeit. Ein Thema, welches auch mir sehr am Herzen liegt. Und dass sie es ernst nehmen, sieht man direkt am Verpackungsdesign und an den verwendeten Verpackungsmaterialien. Denn Eliot hat sich das Ziel gesetzt, weniger Abfall zu erzeugen und damit auch weniger unnötiges Verpackungsmaterial zu nutzen.
Dass ein Karton auch fast ohne Kunststoff auskommen kann, beweist der des Tischgestells. Im Prinzip sind es eigentlich nur die Zubehörteile für die Montage sowie die Schutzverpackung der elektrischen Bauteile, die (noch) aus Kunststoff bestehen. Die meisten anderen Komponenten sind in wiederverwendbaren, jedenfalls recycelbaren Vliesbeuteln verpackt. Durch das formschlüssige Verstauen bleibt alles dort, wo es soll. Optimal also für einen sicheren Transport bis an die Haustüre.

Besonders beeindruckt war ich von der Verpackung der Tischplatte. Hier wurde sogar komplett auf Kunststoff verzichtet.

Nach dem Auspacken habe ich mir ein erstes Bild von der Qualität der einzelnen Komponenten gemacht. Hier lassen sich zum Beispiel die Dicke der verwendeten Materialien, Kanten, Ecken, Spalte sowie die unterschiedlichen Oberflächen genauer beurteilen.
Für mich gab es nichts zu beanstanden. Im Gegenteil, ich war positiv beeindruckt von der sehr guten Qualität. Nur ein Beispiel: die Blechdicke der Kabelwanne. So viel Stabilität ist alles andere als üblich. Von anderen Schreibtischen bin ich hier wesentlich dünneres Blech gewohnt.

Die Kleinteile wie Schrauben usw. befinden sich alle separat in einzelnen, wiederverschließbaren Tütchen. Dem Lieferumfang liegt ein Winkelschlüssel für Innensechskantschrauben bei. Für die Montage benötigst du aber zusätzlich noch einen Philips-Kreuzschlitzschraubendreher.
Die Montageanleitung im Format DIN-A5 beschreibt die notwendigen Schritte für den Aufbau sowohl textlich als auch bildlich. Ich finde, dass alles sehr verständlich formuliert ist. Dennoch möchte ich dir im folgenden Kapitel genauer zeigen, welche Montageschritte auf dich zukommen. Dabei gebe ich dir auch nützliche Tipps.

Montage
Im ersten Montageschritt musst du zuerst die beiden noch zusammengesteckten Mittelschienen trennen. Hierfür lockerst du jeweils den Gewindestift (nur lockern, nicht ganz herausdrehen). Anschließend ziehst du das nun bewegliche, innere Profil ganz heraus.

Als nächstes schraubst du zwei Flanschschrauben seitlich am Motorgehäuse der Stuhlsäule ein. Und zwar an der Seite, wo das Kabel aus dem Gehäuse geführt wird. Dreh die Schrauben nur so weit ein, bis sie noch ca. 4 mm herausstehen.
Diesen Schritt wiederholst du natürlich auch bei der anderen Säule.

Im nächsten Schritt werden die Fußausleger mit jeweils vier Schrauben auf die Säulen montiert. Achte dabei auf die korrekte Ausrichtung von Ausleger zu Motorgehäuse (wie im nächsten Bild oben rechts zu sehen). Auch diesen Schritt wiederholst du dann mit der anderen Säule.

Der nächste Schritt, das Montieren der Mittelschienen seitlich am Motorgehäuse, ist in der Montageanleitung etwas anders abgebildet. Ich habe mich dazu entschlossen, hier eine andere Montageposition zu nutzen. Hierfür habe ich die eben montierten Säulen samt Fußausleger auf dem Boden abgelegt. So, dass das Motorgehäuse nach oben zeigt. Nun habe ich die beiden zuvor getrennten Mittelschienen auf die beiden Flanschschrauben von oben aufgesteckt.

Damit sich die Schienen nicht verdrehen und ggf. umfallen, kannst du die Flanschschrauben etwas anziehen und die Schienen somit in ihrer Position verklemmen. Diese ausgerichtete Position brauchen wir dann für den nächsten Schritt.
Wie du siehst, habe ich hier einen zusätzlichen, eigenen Winkelschlüssel verwendet. Dieser ist länger und lässt sich auch etwas verwinkelt ansetzen und eignet sich somit besser, um die untere Schraube einzudrehen. Es geht aber sicherlich auch mit dem mitgelieferten Winkelschlüssel.
Wichtig: Die Flanschschrauben kannst du direkt festschrauben. Die anderen beiden Schrauben darfst du aber nur so weit eindrehen, bis noch ungefähr 3 mm Luft bleibt.

Die Luft, die du bei den Schrauben eben noch gelassen hast, brauchst du nämlich nun für den nächsten Schritt. Dabei legst du das nun halbe Tischgestell wie im nächsten Bild gezeigt auf den Boden. Jetzt führst du den grauen Seitenrahmen mit seinen Langlöchern auf die beiden Schrauben. Anschließend drehst du sie endgültig fest. Genauso wiederholst du es auch bei der anderen Tischgestellhälfte.

Danach positionioerst du die beiden Gestellhälften zueinander, richtest sie auf und schiebst sie über die Mittelschienen ineinander. Die Montageanleitung sagt nun, dass du die beiden Gewindestifte wieder anziehen sollst. Ich rate dir aber, dies zu diesem Zeitpunkt noch nicht zu tun. Denn später musst du das Gestell auf der Tischplatte noch entsprechend ausrichten. Dafür müsstest du die Schrauben wieder lösen.

Bevor du das nun zusammengesteckte Tischgestell umdrehst und mit der Tischplatte verbindest, musst du noch die Gummidämpfer oben auf die Löcher der Mittelschienen stecken. Achte dabei darauf, dass es zwei unterschiedlich hohe Dämpfer sind. Auf das jeweils äußere Mittelschienenprofil steckst du die niedrigeren, auf das jeweils innere die höheren Dämpfer.

Jetzt kommen wir zur Verbindung von Tischgestell und Tischplatte. Hierfür empfehle ich dir, als Schutz den Pappkarton (Verpackung der Tischplatte) unterzulegen. Hierauf legst du dann die Tischplatte mit den vorgebohrten Löchern nach oben zeigend. Richte sie am besten so aus, dass die beiden Bohrungen für die Befestigung der Steuerungseinheit (Bedienteil) zu dir zeigen.
Als nächstes stellst du das Tischgestell umgedreht auf der Tischplatte ab. Dann richtest du es so aus, dass alle Befestigungspunkte mit den vorgebohrten Löchern übereinstimmen. Hierfür musst du das Gestell entsprechend auseinanderziehen. Ist alles ausgerichtet, kannst du die beiden Gewindestifte in den Mittelschienen festziehen.

Danach musst du noch die Hülsen bzw. Schraubenführugen in die größeren Löcher der Mittelschienen einstecken. Also die runde Hülse in die runde Öffnung und die rechteckige Hülse in die eckige Öffnung. Die Hülsen rasten dann entsprchend ein.

Im nächsten Montageschritt wird das Tischgestell mit den Holzschrauben mit der Tischplatte verbunden. Hierfür benötigst du den oben erwähnten Schraubendreher – oder vielleicht hast du auch einen Akkuschrauber mit passendem Bit zur Hand. Insgesamt sind es 12 Schrauben, die eingedreht werden müssen.

Als nächstes musst du erst überlegen, auf welcher Seite nachher das Bedienteil sein soll. Ich wollte es rechts haben. Deshalb habe ich es bei der umgedrehten Tischplatte links an die beiden, dafür vorgesehenen Löcher montiert.

Dann folgt die Befestigung des Netzteils mit Hilfe des Kunststoffbügels. Beide zusammen werden mittig zwischen den Mittelschienen an die vorgebohrten Löcher geschraubt. Der Bügel hält dabei das Netzteil bzw. drückt es gegen die Tischplatte.

Fast geschafft! Als letztes geht es nur noch an die Verkabelung der Elektronik. Hierbei ist eigentlich alles selbsterklärend. Für die Säule, die weiter von der Steuerungseinheit entfernt ist, nutzt du das Verlängerungskabel. Ansonsten achtest du einfach auf die Stecker und die zugehörigen Steckplätze – falsch machen kannst du hier nichts.

Damit hinterher keine Kabel herunterhängen, sicherst du sie mit Hilfe der selbstklebenden Kabelclips – die ebenfalls im Lieferumfang enthalten sind.

Da ich den Eliot Tiny mit Kabelwanne 1cable-light bestellt habe, kam für mich noch ein letzter Montageschritt hinzu. Dafür aber ein sehr einfacher. Dabei wird die Wanne auf die ebenfalls schon vorgebohrten Löcher ausgerichtet und mit insgesamt drei Holzschrauben befestigt.

Nun aber wirklich, der Schreibtisch ist fertig aufgebaut. Du musst ihn nur noch umdrehen (am besten zu zweit) und er ist einsetzbereit.
Erster Eindruck
Ich war sehr gespannt auf den Eliot Tiny. Anders als bei meinen bisherigen Tests höhenverstellbarer Schreibtische wollte ich diesen nicht nur selbst im Homeoffice nutzen. Letztendlich sollte er als Kinderschreibtisch zum Einsatz kommen. Und genau diese Vielseitigkeit finde ich an dem Modell so interessant.
Der Schreibtisch macht einen sehr guten Gesamteindruck. Wie ich weiter oben schon erwähnt habe, finde ich die Produktqualität überzeugend. Die einzelnen Komponenten sind hochwertig verarbeitet und sehr ordentlich vormontiert. Auch im fertig aufgebauten Zustand bestätigt sich dieser positive Eindruck.
Der Aufbau war fast durchweg unkompliziert. Nur bei ein paar Montageschritten war etwas mehr Geschick gefragt. Insgesamt ließ sich aber alles problemlos bewerkstelligen.
Auch optisch finde ich den Eliot Tiny sehr gelungen. Mir gefällt das weiße, minimalistische und moderne Design, das gleichzeitig einen gewissen wohnlichen Charakter hat. Der Tisch fällt auf, aber ausschließlich im positiven Sinne.
Bis hierhin gab es also viele Punkte, die für mich ganz klar für den Tiny sprechen. In den folgenden Kapiteln möchte ich noch genauer auf die einzelnen Produktfeatures eingehen. Dabei zeige ich dir, wie sich der Tisch in meinem Arbeitsalltag geschlagen hat und welche Figur er am Kinderarbeitsplatz macht.

Tischplatte, Gestell und Beinfreiheit
Der Eliot Tiny wird mit zwei Tischplattengrößen angeboten. Ich habe mich für die leicht größere mit 110 × 65 cm entschieden (die kleinere misst 100 × 60 cm). Warum? Weder an meinem Arbeitsplatz noch später am Kinderarbeitsplatz war der verfügbare Platz der begrenzende Faktor. Außerdem finde ich die größere Arbeitsfläche aus ergonomischer Sicht die bessere Wahl – sowohl für typische Office-Tätigkeiten als auch für Hausaufgaben, Malen, Zeichnen oder Sonstiges, was Kinder und Jugendliche gerne am Schreibtisch machen wollen.
Die Tischplatte besitzt eine weiße Oberfläche aus einer Melaminharzbeschichtung. Sie ist matt und bietet auch dadurch beste Voraussetzungen, störende Reflexionen zu vermeiden. In meinem Kratztest konnte ich keine bleibende Kratzer oder Ähnliches erkennen (mehrmaliges Rutschen der Kaffeetasse über die Oberfläche). Im Kinderzimmer wurde die Tischplatte natürlich noch höheren Belastungen ausgesetzt. Aber auch hier ist bisher nichts besonders Negatives aufgefallen. Außerdem lässt sich die Oberfläche ganz einfach reinigen.
Der einzige, aber kleine Kritikpunkt: Die Eckenform passt hervorragend zur Designsprache des Tischs. Für Kinder wären abgerundete Ecken aus Gründen der Sicherheit aber ggf. die bessere Wahl.

Das Tischgestell des Eliot Tiny ist ein sogenanntes T-Gestell. Das heißt, die Tischbeine sind genau mittig zur Tischplatte ausgerichtet. Optisch wirkt dies sehr harmonisch. Und auch für die Stabilität hat dies einen positiven Effekt – hierzu aber mehr weiter unten.
Wie ist es aber um die Beinfreiheit im Sitzen bestellt?
Hier möchte ich zuallererst auf den Tiny als Kinder- oder Jugendschreibtisch eingehen. Für kleinere Personen sehe ich überhaupt keine Probleme. Unter dem Tisch ist ausreichend Platz vorhanden. So viel Platz, dass auch noch eine gute Bewegungsfreiheit gegeben ist.
Bei meinem persönlichen Test sah dies etwas anders aus. Auch hier war noch ausreichend Beinfreiheit vorhanden. Während des normalen Sitzens (beide Füße auf dem Boden) konnte ich kein Anstoßen am Rahmengestell provozieren. Sobald die Beine aber übereinandergeschlagen werden, ist es möglich, dass die Knie am Rahmen anstoßen. Hier sei aber auch gesagt, dass aus ergonomischer Sicht das Beineübereinanderschlagen eher vermieden werden sollte.

Höhenverstellung und Bedienung
Der höhenverstellbare Schreibtisch Eliot Tiny besitzt ein einfaches, aber funktionales Bedienelement. Es ist leicht nach vorne abgewinkelt und besitzt zwei Tasten. Die Bedienung ist intuitiv und super einfach. Um die Tischhöhe zu verstellen, drückst du einfach auf den Pfeil nach oben oder unten. Sobald du loslässt, wird die Verfahrgeschwindigkeit verringert, bis sie komplett zum Stoppen kommt (sanfter Start-Stopp).
Der Kollisionsschutz erkennt Hindernisse während der Höhenverstellung. Diese Funktion ist meiner Meinung nach besonders wichtig für Kinder und Jugendliche. Die Standardeinstellung ist etwas lasch eingestellt. Über das Bedienteil lässt sich die Sensibilität der Funktion anpassen. Trotzdem: eingequetschte Finger werden leider nicht erkannt – es ist eben kein Einklemmschutz. Deshalb sollte insbesondere bei Kinderarbeitsplätzen schon beim Aufstellen des Schreibtisches darauf geachtet werden, dass keine Hindernisse (Container, Regale, oder Ähnliches) im Weg sind.
Tischhöhen lassen sich keine einspeichern. Ich möchte dies nur erwähnen. Für mich ist dies kein Grund der Abwertung. Die Höhenverstellung funktioniert auch so. Und das sogar super einfach und ausreichend schnell (35 mm/s).

An der rechten Seite des Bedienelements befindet sich ein USB-A-Ausgang. Hierüber lassen sich Geräte mit max. 10 W laden oder betreiben – zum Beispiel ein Smartphone oder andere USB-betriebene Gadgets.

Außergewöhnlich beim Eliot Tiny ist der große Höhenverstellbereich. Der Schreibtisch lässt sich nämlich von 62,5 bis 127,0 cm verstellen. Somit eignet er sich sowohl für kleine als auch große Personen.
Für kleinere Menschen, auch für Kinder, ist insbesondere die minimale Tischhöhe relevant. Hier musst du wissen, dass sich die richtige Einstellung des Schreibtisches immer am Stuhl orientiert. Das heißt, zuerst wird der Bürostuhl richtig eingestellt. Erst wenn die Sitzposition passt, wird die Tischhöhe entsprechend angepasst.
Eliot selbst schreibt, dass der Tisch für Menschen ab 120 cm Körpergröße geeignet ist. Ich möchte dies Zahl hier nur als Anhaltspunkt nennen. Bei uns im Kinderschreibtisch-Test ist das ungefähr hingekommen. Also kann ich bestätigen, dass der Eliot Tiny für Kinder ab dem Einschulungsalter geeignet ist.

Stabilität und Wackeln im Alltag
Der Eliot Tiny ist laut Datenblatt belastbar bis 70 kg. Da es sich um einen Schreibtisch für eher kleinere Arbeitsplätze handelt, bin ich mir sicher, dass dies für die meisten Setups absolut ausreichend ist.
Normalerweise teste ich die Belastbarkeit mit meinem eigenen Körpergewicht. Hier lag ich aber schon minimal über der maximalen Belastung. Naja, ich hab’s trotzdem getan. Und der Tiny hat es geschafft, mich unter minimalem Nachlassen der Hubgeschwindigkeit in der Höhe zu verfahren. Beim Kipptest bin ich in einer oberen Tischhöhe an die Kante herangerückt. Der Tisch stand zwar trotzdem noch stabil, dennoch ist aufgrund der schmaleren Fußausleger Vorsicht geboten.
Den extremen Kipptest habe ich vor allem für die Eignung für Kinder und Jugendliche durchgeführt. Bei einer sachgemäßen Handhabung habe ich hier keine Bedenken. Dennoch, je höher der Tisch ausgefahren wird, desto höher ist auch die Kippwahrscheinlichkeit. Kinder sollte man hier also unbedingt auf die Gefahren hinweisen!

Nun zur Steifigkeit und zum Wackelverhalten. Hier unterscheide ich wie immer zwischen der Sitz- und Stehposition, also einer niedrigen und einer hohen Tischhöhe.
Im Sitzen bietet der Eliot Tiny die höchste Steifigkeit. Jene hat Einfluss auf Schwingungen, die sich über das Gestell und die Tischplatte übertragen können. Sichtbar werden diese dann meist am Display von Laptop oder Monitor. Ich habe beidest getestet. Erst bei intensivem Tippen werden Schwingungen am Display wahrnehmbar. In meinem Fall aber nie wirklich störend.
In der Stehposition sehen die Ergebnisse etwas anders aus. Je höher die Tischbeine ausgefahren werden, desto weniger steif wird die gesamte Konstruktion. Das heißt, hier können sich Schwingungen viel leichter übertragen. Sie lassen sich also nicht wegreden, aber auch hier möchte ich die wahrnehmbaren Schwingungen nicht als störend bewerten.
Hinweis: Sichtbares Wackeln ist ein typisches Verhalten bei dieser Art von Schreibtischen. Dies ist auch bei anderen, ähnlichen Modellen festzustellen. Ein Tisch, der gar nicht wackelt und keine Schwingungen überträgt, ist technisch und vor allem wirtschaftlich nicht umsetzbar. Hier spielt auch die Physik eine Rolle. Ich erwähne diese Thematik in meinen Tests vor allem deshalb, um keine falschen Erwartungen aufkommen zu lassen.

Kabelmanagement
Beim Kabelmanagement möchte ich auf zwei Punkte eingehen. Die eigentliche Kabelführung des höhenverstellbaren Schreibtisches selbst und die Kabelwanne 1cable-light, die ich optional ausgewählt habe.
Zum ersten Punkt: Der Eliot Tiny besitzt ein einfaches, aber gutes Kabelmanagement. Alle Kabel der Elektronik lassen sich ordentlich im Gestellrahmen führen und mit Hilfe der selbstklebenden Kabelclips sichern. Es braucht also keine zusätzliche Abdeckung.
Ein charakteristisches Merkmal des Schreibtisches ist das rote Netzkabel. Es ist zwar nur ein Kabel, für mich rundet es das ohnehin gelungene Design des Produktes aber zusätzlich ab.

Und damit direkt zur Kabelwanne. Denn auch die Kabelwanne 1cable-light ist so gestaltet und durchdacht, dass letztendlich nur ein, in diesem Fall ebenfalls rotes Kabel davon abgeht – deshalb wahrscheinlich auch der Name „1cable“. Konkret ist bei der Kabelwanne eine rote Mehrfachsteckdose mit drei Steckplätzen dabei. Diese wird einfach in die Ablage der Kabelwanne gelegt und mit Hilfe einer Kabelschlaufe um die Blechlasche in ihrer Position gesichert (wie du es im folgenden Bild siehst).
Wie ich weiter oben schon erwähnt habe, bin ich beeindruckt von der Stabilität der Kabelwanne. Kurzer Einschub hierzu: Nach meinem Test habe ich den Schreibtisch abgebaut und in seine neue Testumgebung, ins Kinderzimmer der Schulanfängerin transportiert. Dort wieder aufgebaut (mit der Tischplatte umgedreht auf dem Boden) ist dann schon das erste Kind über die Kabelwanne gelaufen. Kein Problem, das Blech hat auch die Last eines 4-Jährigen ausgehalten.

Nun aber zu einem kleinen, aber erwähnenswerten Nachteil: der Platz in der Höhe ist begrenzt. Kleine Stecker wie der Eurostecker des Eliot Tiny selbst passen ohne Probleme in die Mehrfachsteckdose. Bei Winkelsteckern wird es aber schon grenzwertig oder es ist gar nicht mehr möglich, einen solchen einzustecken. Ähnlich ist es auch bei größeren Steckern mit integrierten Netzteil. Schade, hier sollten einfach ein paar Zentimeter mehr Platz in der Höhe sein. Dann wäre es übrigens auch einfacher, die Stecker in die Mehrfachsteckdose zu stecken.

Produktdaten
| Tischhöhe |
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| Belastbarkeit |
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| Kabelmanagement |
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| Herstellerinfos |
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