
Der Vernal Core3 ist ein höhenverstellbarer Schreibtisch mit C-Gestell, großem Höhenbereich und einer Belastbarkeit von bis zu 160 kg. Im Test habe ich mich für das Komplettset mit 140 × 80 cm großer Tischplatte in Walnussholz entschieden. Zusätzlich habe ich die CPU-Halterung, die Kabelmanagement-Ablage und das Kabelmanagement-Set mitbestellt, da gerade diese Zubehörteile sehr sinnvoll sein können.
In diesem Test zeige ich dir, wie gut Lieferung, Verpackung und Montage gelöst sind, welchen Eindruck Tischplatte und Gestell machen und wie sich der Vernal Core3 als ergonomischer Schreibtisch im Alltag schlägt. Besonders achte ich auf die Höhenverstellung, die Beinfreiheit, das Kabelmanagement und natürlich auf die Frage, wie stabil der Tisch in Sitz- und Stehposition wirklich steht.
Inhalt
Kurz und knapp – Alles Wichtige zum Vernal Core3
Vorteile
- Einfache Montage ohne zusätzliches Werkzeug und mit sehr verständlicher Anleitung
- Vorgefertigte Gewindebuchsen in der Tischplatte erleichtern Montage und spätere Demontage
- 80 cm tiefe Tischplatten in mehreren Größen und Materialien erhältlich
- Gestell kann auch mit einer eigenen Tischplatte verwendet werden
- Gute Beinfreiheit durch C-förmiges Tischgestell
- Großer Höhenbereich von ca. 63,5 bis 128,5 cm
- Schnelle und leise Höhenverstellung mit drei Speicherplätzen
- Hohe angegebene Tragfähigkeit von bis zu 160 kg
- Sehr gute Produktqualität mit 15 Jahren Garantie
- Sehr gutes Zubehör, besonders Kabelmanagement-Ablage und CPU-Halterung
Nachteile
- Leichte Schwingungen beim intensiven Tippen, in höherer Position stärker wahrnehmbar
- Display aus schrägem Blickwinkel etwas schlechter ablesbar
- Bei schmalen Tischplatten (120 cm) kann das vordere Gestellprofil die Beinfreiheit leicht einschränken
Fazit

Mein Fazit zum Vernal Core3 fällt sehr positiv aus. Der höhenverstellbare Schreibtisch macht schon beim Auspacken und bei der Montage einen durchdachten Eindruck. Besonders die gute Verpackung, die verständliche Anleitung und die vorgefertigten Gewindebuchsen in der Tischplatte haben mir gefallen. Das erleichtert nicht nur den Aufbau, sondern auch eine spätere Demontage.
Auch im Alltag überzeugt der Vernal Core3. Der Höhenbereich ist groß, die Verstellung läuft schnell und leise und durch das C-Gestell bleibt unter der Tischplatte viel Beinfreiheit. Ganz wackelfrei ist auch dieser Schreibtisch nicht. In der Sitzposition steht er aber sehr stabil, während Schwingungen vor allem in höherer Stehposition sichtbar werden. Für einen höhenverstellbaren Schreibtisch dieser Bauart empfinde ich das als normal und nicht als störend.
Preis-Leistungs-mäßig halte ich den Vernal Core3 für absolut empfehlenswert. Du bekommst einen sehr gut verarbeiteten Schreibtisch mit großem Höhenbereich, sinnvoller Bedienung und einer insgesamt hochwertigen Ausstattung.
Besonders empfehlen würde ich die Kabelmanagement-Ablage. Sie bietet viel Platz und macht es deutlich einfacher, Kabel, Steckdosenleiste und Netzteile ordentlich unterzubringen. Auch die CPU-Halterung ist eine sehr sinnvolle Ergänzung, vor allem bei größeren PC-Gehäusen. Durch die externe Montage bleibt die Beinfreiheit erhalten und die Kabellängen bleiben beim Hoch- und Runterfahren des Schreibtisches konstant.
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Passt der Schreibtisch zu dir?
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Höhenbereich 63,3 cm–128 cm
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Körpergröße 120–205 cm
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Belastbarkeit (dyn.) 160 kg
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Speicherplätze 3
Vernal Core3 – Der ausführliche Test
Über den Autor
Ich bin Stefan und habe den Vernal Core3 über einen Zeitraum von mehr als drei Wochen im Alltag getestet. Aus meiner Erfahrung mit ergonomischen Schreibtischen weiß ich mittlerweile genau, worauf es ankommt und worauf ich besonders achte.
Wenn du über einen der mit Sternchen (*) gekennzeichneten Links kaufst, erhalte ich eine kleine Provision. Für dich bleibt der Preis gleich. Damit unterstützt du meine Arbeit. Vielen Dank!
Lieferung, Verpackung und Lieferumfang
Wenn du den höhenverstellbaren Schreibtisch Vernal Core3 im Komplettset mit Tischplatte bestellst, werden dir drei separate Pakete geliefert. Ich habe mich für den Test noch für drei weitere Zusatzoptionen entschieden, die meiner Meinung nach aus ergonomischer Sicht sinnvoll sind. Das ist die CPU-Halterung, die Kabelmanagement-Ablage und das Kabelmanagement-Set. Also kamen noch einmal drei weitere Pakete hinzu.
Alle Pakete sind handlich und können theoretisch auch von einer Person getragen werden. Je nachdem, welche Tischplatte du bestellst, sollten hier aber lieber zwei Personen Hand anlegen.

Im Inneren der Pakete sind alle Einzelteile formschlüssig in Schaumstoff-Inlays verstaut. Das macht schon beim Auspacken einen sehr ordentlichen und wertigen Eindruck. Die Tischplatte ist ringsum teilweise doppelt geschützt, so zum Beispiel an den Ecken und Kanten.

Beim Öffnen der Pakete und Auspacken der einzelnen Komponenten konnte ich mir schon einen ersten Eindruck zur Produktqualität machen. Was mir hier bspw. direkt positiv aufgefallen ist, das sind die vorgefertigten Bohrungen in der Tischplatte, die alle mit Gewindebuchsen versehen sind. Das heißt, für die Montage des Vernal Core3 muss kein einziges Bohrloch selbst hergestellt werden (anders ist dies natürlich, wenn du dich für eine eigene Tischplatte entscheidest, was natürlich auch möglich ist). Auch sonst war ich positiv beeindruckt von der Fertigungsqualität der Komponenten.

Alle Kleinteile befinden sich eingeschweißt in einer Tüte. Zusätzlich werden noch Holzschrauben für die Montage eigener Tischplatten mitgeliefert. Notwendiges Werkzeug liegt ebenfalls bei – welches übrigens ganz brauchbar ist, was nicht immer der Fall ist bei solchen Produkten.
Tipp: Im Paket liegt auch noch ein kleines Tütchen mit Kabelbindern bzw. Kabelhaltern bei. Für ein kleines Setup, wie du es hier im Test siehst, sollten diese Zubehörteile absolut ausreichend sein. Wenn du jedoch mehr Geräte und damit auch mehr Kabel hast, oder du dein Kabelmanagement sehr ordentlich umsetzen möchtest, dann solltest du über das Kabelmanagement-Set bzw. über den Kabelmanagement-Kit nachdenken. Ich hätte es aber nicht unbedingt gebraucht.
Die bebilderte und sehr gut verständliche Montageanleitung finde ich sehr gelungen. Hier möchte ich ausdrücklich auf die gute Übersetzung und die Detailzeichnungen hinweisen. Damit du besser einschätzen kannst, was bei der Montage auf dich zukommt, findest du im Folgenden alle Schritte mit praktischen Hinweisen.

Montage
Noch bevor du mit der Montage des Vernal Core3 beginnst, empfehle ich dir, eine der Kunststoffmatten aus dem Paket der Schreibtischplatte als Unterlage zu nutzen. Diese schützt die einzelnen Komponenten gegen Verkratzen oder sonstige Beschädigungen.
Im ersten Montageschritt werden die beiden Tischbeine mit dem Gestell verschraubt. Hierzu kannst du die Schraubenführungshülse zur Hilfe nehmen, musst aber nicht. Sie hilft dir aber, die vier Schrauben jeweils besser ansetzen und eindrehen zu können.

Hast du beide Tischbeine montiert, legst du die Tischplatte umgedreht auf der Schaumstoffplatte ab. Achte hierbei, dass sich der Kleber mit der Aufschrift „Front“ hinten befindet – logischerweise sollte es hier eigentlich „Back“ heißen, aber wir wollen nicht zu pingelig sein.
Jetzt kannst du das linke montierte Tischbein auf der Tischplatte ablegen und entsprechend zu den Gewindebuchsen ausrichten. Achte auch hier darauf, dass auch hier der Aufkleber „Front“ nach hinten zeigt. In dieser Position schiebst du nun die beiden Querträgerschienen in die Profile des Gestells ein. Erst einmal so weit wie möglich. Anschließend nimmst du das rechte montierte Tischbein und führst es auf die Querträgerschienen. Soweit, bis auch hier die entsprechenden Gewindebuchsen mit dem Gestell übereinstimmen.

Im nächsten Schritt richtest du zuerst die beiden Querträgerschienen mittig aus. Achte auf die mittleren Markierungen. Danach kannst du das Gestell mit der Tischplatte verschrauben. Hierzu benötigst du insgesamt 20 Schrauben und kannst ebenfalls wieder auf die Schraubenführungshülse als Hilfe zurückgreifen.

Danach musst du nur noch die beiden Querträgerschienen jeweils links und rechts mit zwei Gewindestiften in ihrer Position sichern. Und schon bist du mit der Montage von Gestell und Tischplatte fertig.

Als nächstes kommt die Bedieneinheit. Hier musst du vorher überlegen, auf welcher Seite der Tischplatte du sie haben möchtest. Die Gewindebuchsen sind sowohl rechts als auch links vorhanden. Ich habe mich dafür entschieden, dass die Bedieneinheit rechts sein soll. Entsprechend muss sie auf dem Kopf gesehen links montiert werden.

Nun befestigst du die Steuerbox mittig, innerhalb des Gestells an der Tischplatte. Ich meine, dass die Ausrichtung relativ egal ist. Es wäre also nicht schlimm, wenn du die Box anders herum befestigst. Aber, wenn du die Bedieneinheit nachher am Tisch rechts haben möchtest und der Netzstecker links herausragen soll (weil du bspw. links am Schreibtisch eine Steckdose hast), dann entscheide dich für die Variante wie im folgenden Bild. Achte hierbei darauf, dass der HS-Anschluss nach links zeigt.

Nun geht es an die Verkabelung, bei der du eigentlich nichts falsch machen kannst und alles selbsterklärend ist.
Es kann sein, dass du bei einer Schreibtischbreite von 120 cm auf eine Verlängerung verzichten kannst. Ansonsten wirst du aber für den Anschluss der beiden Motoren der Tischbeine jeweils die mitgelieferten Adapterkabel (Verlängerungskabel) benötigen. Vom rechten Tischbein verlegst du das Kabel einfach über die Steuerbox hinweg.

Hast du alle Kabel eingesteckt, geht es jetzt an das ordentliche Verstauen und Sichern der einzelnen Kabel. Hierzu kannst du die selbstklebenden Kabelclips nutzen, die einfach an der gewünschten Position an der Tischplatte befestigt werden. Mit diesen Clips wird sichergestellt, dass nachher unter der Tischplatte keine Kabel herausschauen bzw. herunterhängen.

Noch mehr Schutz vor herunterhängenden Kabeln erhältst du jedoch im nächsten Schritt, in dem du die Abdeckung für die Steuerbox montierst. Das gebogene Blech wird einfach mit vier Schrauben an der Tischplatte befestigt.

Da der Vernal Core3 ein Tischgestell mit sogenannten C-Beinen hat, sind die Standfüße nicht symmetrisch gebaut. Ich erwähne dies deshalb, weil du im nächsten Schritt darauf achten solltest, wie rum du die Standfüße montierst. Die lange Seite sollte also nach vorne und die kurze nach hinten zeigen. Befestigt werden die Standfüße mit jeweils vier Schrauben.
Danach überprüfst du noch, ob alle vier Fußteller fest angezogen sind.

Nun kommt eigentlich der Schritt, bei dem der höhenverstellbare Schreibtisch Vernal Core3 final umgedreht und auf seine Füße gestellt wird. Da ich jedoch noch eine Kabelmanagement Ablage installieren werde, habe ich mich dafür entschieden, die Montage weiter in der umgedrehten Position durchzuführen.
Als erstes bzw. eigentlich als letztes habe ich dann noch die Logoplatten seitlich in die Profile des Gestells eingesteckt. Achte also unbedingt auf die korrekte Ausrichtung, je nachdem, wann du sie anbringst.

Wie erwähnt, geht die Montage bei mir ab hier mit der Vernal Kabelmanagement Ablage weiter. Hierzu habe ich zuerst das Blech A mit dem Blech D verschraubt – wie im folgenden Bild zu sehen.

Als nächstes habe ich dann die beiden Bleche entsprechend aufgestellt und auf der rechten Seite das Blech C angeschraubt.

Und im letzten Montageschritt muss dann noch das letzte Blech B oben aufgesetzt und an den vorgesehenen Verbindungsstellen mit insgesamt fünf Schrauben angeschraubt werden.

Zuletzt muss dann die Blechablage mit der Tischplatte verbunden werden. Und auch hierfür sind die Bohrungen samt Gewindebuchsen schon hergestellt. Also einfach ausrichten und mit vier Schrauben befestigen.

Jetzt konnte auch ich den Vernal Core3 final auf die Füße stellen. Denn für meinen nächsten Schritt, der Montage der CPU-Halterung, muss der höhenverstellbare Schreibtisch als erstes auf die maximale Tischhöhe gefahren werden. In dieser Position ist es nämlich einfacher, die Halterung zu montieren.
Falls du die Logoplatte schon seitlich aufgesteckt hast, dann musst du diese nun wieder abnehmen. Nun kannst du die obere Halterung in dieselbe Aufnahme einstecken und anschließend mit vier Gewindestiften befestigen.

Im nächsten Schritt schiebst du die untere Halterung von unten in die obere Halterung. Soweit, bis du im Sichtfenster die gewünschte Höhenangabe siehst. Dann steckst du von vorne und hinten die beiden Dorne ein, um die Position zu sichern.
Die korrekte Höhe ergibt sich aus der Höhe deines PC-Gehäuses. Sie sollte möglichst größer bzw. gleich der Gehäusehöhe sein. Dies ist vor allem dann wichtig, wenn du die Ablage der CPU-Halterung intern, also unter der Tischplatte installierst. Wenn du die Ablage extern, also außerhalb des Tischbeins installierst, bist du natürlich flexibler. Achte aber trotzdem, dass das PC-Gehäuse aus Gründen der Sicherheit nicht zu weit oben heraussteht.

Jetzt musst du wissen, ob du die Halterung innen oder außen installierst. Ich habe mich für die externe Montage entschieden. Das heißt, meine Haltearme zeigen jeweils nach außen, vom Tischbein weg. Beide Haltearme werden mit jeweils zwei Schrauben fixiert.

Nun wird das Sockelbrett auf den Haltearmen aufgeschraubt. Das Tolle ist auch hier wieder, dass die Bohrungen mit Gewindebuchsen schon vorgefertigt wurden. Achte aber darauf, dass die Schraublöcher für die linke und rechte Montage unterscheiden. Ob rechts oder links, nimm immer die hinteren vier Bohrungen.

Nur noch ein Schritt und wir haben es geschafft. Als letztes ist es noch wichtig, den Kippschutz in Form eines Klettbandes anzubringen. Hierfür wird das Klettband einmal um das PC-Gehäuse und um das Sockelbrett geführt, auf entsprechende Länge gekürzt und die Enden anschließend relativ stramm miteinander verbunden.

Erster Eindruck
Das Auspacken und Aufbauen ist für mich einer der wichtigsten Prozesse im Test. Hier kann ich direkt erkennen, wie es um die Produktqualität bestellt ist. Außerdem achte ich dabei besonders auf die konstruktiven und fertigungstechnischen Details.
Was ich zum Vernal Core3 sagen kann, sind bis hierher eigentlich nur positive Eindrücke. Die Aufteilung der Pakete, die ordentliche und möglichst materialsparende Verpackung (jedenfalls war nicht jedes Einzelteil extra mit Plastikfolie verpackt) sowie die einfache und durchdachte Montage haben mir sehr zugesagt. Insbesondere die vorgefertigten Gewindebuchsen finde ich erwähnenswert. Denn diese helfen nicht nur beim Aufbau, sie sind auch ein Garant dafür, dass der Schreibtisch zu einem späteren Zeitpunkt ggf. wieder demontiert und an anderer Stelle erneut aufgebaut werden kann – ohne dabei die Tischplatte zu beschädigen.
Mein erster Eindruck war also durchaus positiv. In den folgenden Kapiteln gehe ich im Detail auf die einzelnen Produktmerkmale ein und bewerte sie vor allem mit Blick auf die Ergonomie.

Tischplatte, Gestell und Beinfreiheit
Für den Test habe ich mich für die Tischplatte in der Farbe Walnussholz und in der Größe 140 × 80 cm (2,5 cm stark) entschieden. Hierbei handelt es sich um eine Spanplatte mit Holzdekor. Die Oberfläche besitzt eine feine Holzmaserung und kommt der Optik und Haptik eines natürlichen Holzes deshalb sehr nahe. Die Kanten sind leicht gefast und die Ecken abgerundet.
Was ich positiv bewerte, das ist die Auswahl der Tischplattengrößen. Alle werden mit einer Tiefe von 80 cm angeboten. Und genau diese sollte aus ergonomischer Sicht mindestens vorhanden sein.
Im Kratztest (Kaffeetasse mehrmals über den Tisch rutschen) konnte ich keine bleibenden bzw. störenden Kratzer erkennen. Abdrücke von Handschweiß oder -fett sind sichtbar, lassen sich aber ganz einfach mit einem Tuch abreiben.

Das Gestell des Vernal Core3 ist ein sogenanntes C-Gestell. Das heißt, die Tischbeine sind nicht mittig zur Tischplatte, sondern etwas versetzt nach hinten platziert. Am besten siehst du das auf folgendem Bild. Bei diesen Gestellen entsteht der große Vorteil, dass die Beine, insbesondere die Knie, mehr Bewegungsfreiheit bekommen. Durch den C-Rahmen rutscht nämlich auch die Traverse unter der Tischplatte weiter nach hinten.

Das einzige, was hier passieren kann, ist, dass die Knie links oder rechts an dem nach vorne herausragenden Profil des Gestells anstoßen können. Du siehst es oben bei der Montage oder auch im übernächsten Bild mit den Tischhöhen (im rechten Bild, bei der oberen Tischhöhe). Bei mir ist es aber nie wirklich passiert. Ich musste es explizit erzwingen. Außerdem glaube ich, dass dieses Problem höchstwahrscheinlich nur bei der schmalsten Tischplatte von 120 cm wirklich relevant ist. Und ich möchte dir empfehlen, wenn möglich, eine Tischbreite von mindestens 140 cm, besser sogar 160 cm zu nehmen.
Höhenverstellung und Bedienung
Der höhenverstellbare Schreibtisch Vernal Core3 besitzt eine stabile Bedieneinheit, die du, wie oben bei der Montage erwähnt, links oder rechts installieren kannst. Bei den Tasten handelt es sich um Silikontasten. Für einen Tastendruck muss die Taste mittig etwas eingedrückt werden. Du kannst den Tisch manuell, also mit gedrückter Taste in der Höhe verstellen. Außerdem hast du drei Ziffern, über die du vorgespeicherte Tischhöhen direkt und nur mit einem Tastendruck anfahren kannst.
Die LED-Anzeige ist gut ablesbar. Jedoch nur, wenn du direkt von vorne aus auf das Display schaust. Aus der Sitzposition heraus (Blick schräg zur Seite nach unten) ist das Erkennen der aktuellen Höhe etwas schwieriger, aber trotzdem möglich. Unterhalb 100 cm werden zusätzlich die Millimeter angezeigt, darüber nur noch die ganzen Zentimeter. Nach etwa 10 Sekunden geht die Anzeige wieder in den Standby-Betrieb, um Energie zu sparen.

Die Höhenverstellung ist im Bereich von min. 63,5 cm bis max. 128,5 cm möglich (gemessen). Damit bietet der Vernal Core3 einen großen Verstellbereich, um den Schreibtisch richtig einstellen zu können. Die beiden Hubmotoren schaffen eine Geschwindigkeit von 40 mm/s, wodurch einer schneller Wechsel von der Sitz- in die Stehposition und anders herum möglich ist. Beim Anfahren und kurz vor Erreichen der Zielhöhe wird die Hubgeschwindigkeit gedrosselt. Wird ein Hindernis erkannt (bspw. die Armlehnen des Bürostuhls), stoppen die Motoren sofort und fahren wieder etwas zurück. Zum Geräuschpegel während der Höhenverstellung kann ich nur so viel sagen, dass diese absolut im Rahmen und keineswegs störend ist.

Stabilität und Wackeln im Alltag
Der Vernal Core3 kann mit einer max. Last von 160 kg belastet werden. Ich konnte dies nur mit meinem eigenen Körpergewicht und zusätzlichen Hantelgewichten testen. So kam ich auf etwas mehr als 100 kg Belastung. Der Tisch stand stabil, auch wenn ich an die Tischkante herangerückt bin. Außerdem hatten die Hubmotoren keine Probleme, das Gewicht zu tragen und in der Höhe zu bewegen.

Nun aber zur Steifigkeit und zum Wackelverhalten. Und hier mache ich, wie immer, Unterscheidungen für die Sitz- und die Stehposition.
Die höchste Steifigkeit und entsprechend das geringste Wackeln ist im Sitzen wahrnehmbar. Hier steht der Schreibtisch wirklich stabil. Wackeln ist nur sichtbar, wenn man es wirklich darauf anlegt und bspw. sehr intensiv tippt.
Beim Stehen sieht es aber anders aus. Hier sind die Schwingungen, die sich auf den Monitor übertragen, definitiv wahrnehmbar. Dies wird umso deutlicher wahrnehmbar, je höher der Tisch ausgefahren wird. Das Wackeln wird ausgelöst zum Beispiel vom Tippen auf der Tastatur, aber auch vom Anlehnen an die Tischkante. Es ist jedoch nicht so ausgeprägt, dass es störend wäre. Ich möchte es trotzdem erwähnen, um keine falschen Vorstellungen aufkommen zu lassen. Außerdem möchte ich darauf hinweisen, dass es bei dieser Art von höhenverstellbaren Schreibtischen typisch ist, dass in der Stehposition Schwingungen auf das Gestell, die Tischplatte und letztendlich auch auf den Monitor übertragen werden.

Kabelmanagement
Beim Kabelmanagement möchte ich direkt noch einmal auf das zurückkommen, was ich weiter oben bei der Montage schon erwähnt habe. Das heißt: Wenn du ein kleines Setup wie ich hast, benötigst du nicht unbedingt das Kabelmanagement-Set, welches du im Shop als Zusatzoption auswählen kannst. Denn dem Vernal Core3 liegen schon die wichtigsten Zubehörteile bei, die dir bei der Ordnung deiner Kabel helfen.
Wenn du jedoch mehr Kabel verlegen und unterbringen musst, bietet sich das 32-teilige Set definitiv an.

Was ich dir unbedingt empfehlen möchte, das ist die Vernal Kabelmanagement-Ablage. Diese wird in verschiedenen Größen bzw. Breiten angeboten – passend zur Schreibtischbreite, wobei die kleinste Größe universal passend ist.

Das Besondere an der Ablage bzw. am Kabelkanal ist einerseits das Platzangebot und andererseits die spezielle Rückseite mit Klettband.
Oft bemängele ich in meinen Tests von Kabelkanälen vor allem die vorhandene Höhe. Beim Kabelkanal von Vernal sind ganze 16 cm von der unteren Ablage bis zur Tischunterseite vorhanden. Somit sollten die meisten Stecker und auch solche Stecker mit integriertem Netzteil untergebracht werden können. In meinem Fall ist dies ein Steckernetzteil, von dem ein USB-C-Stecker nach oben weggeht. Kein Problem, nach oben hin sind immer noch 4 cm Luft.
Die Tiefe des Kabelkanals beträgt ca. 12 cm. Kabel können seitlich hinein bzw. herausgeführt werden. Außerdem ist es möglich, Kabel durch den Spalt nach hinten zu verlegen (wie bei mir die Kabel zum Monitor).
Die Rückseite ist mit einem Klettband beklebt. Damit es möglich, mit Hilfe der Klettkabelbinder, die Kabel auch in der Kabelmanagement-Ablage ordentlich zu verlegen. Somit wird auch garantiert, dass keine Kabel störend nach vorne, also Richtung Beine, herausstehen.

CPU-Halterung im Test
Zum Schluss noch ein paar Worte zur Vernal CPU-Halterung. Endlich eine Halterung, die auch für ein größeres PC-Gehäuse (46,5 cm in der Höhe) wie meines geeignet ist. Es wäre auch möglich gewesen, die Montage intern, also am Tischbein unter der Tischplatte, umzusetzen. Ich habe mich aber für die externe Montage entschieden. Somit verliere ich auch keine Beinfreiheit unter der Tischplatte.
Während der Montage dachte ich, dass die CPU-Halterung etwas wackelig scheint. Mit bestücktem PC-Gehäuse und vor allem im Alltag hat sich das Bedenken aber nicht bestätigt. Ja, es stimmt, in der Stehposition können sich Schwingungen ähnlich wie beim Monitor auch auf das PC-Gehäuse übertragen. Aber hier ist es ja viel weniger störend als beim Monitor.
Ich bin sehr begeistert von der externen Montage. Man gewinnt nicht nur Beinfreiheit, auch das Kabelmanagement an einem höhenverstellbaren Schreibtisch wird auf ein ganz anderes Level gehievt. Und gerade letzteres ist aufgrund der Höhenverstellung oft ein Problem. Denn die verschiedenen Tischhöhen müssen in die Länge der einzelnen Kabel am Schreibtisch mit einberechnet werden. Wenn jetzt aber das PC-Gehäuse die Bewegung mitmacht, bleiben die Kabellängen konstant. Das einzige bzw. die einzigen Kabel, die flexibler sein müssen, sind die, die vom Kabelkanal zur Steckdose gehen. Alle anderen können kürzer ausgelegt und starrer bzw. ordentlicher verlegt werden.

Alternativen zum Vernal Core3
Passt besser, wenn:
- du mehr Auswahl bei Gestellfarben und Tischplatten möchtest
- du eine Tischplatte aus deutscher Produktion bevorzugst
- du geschwungene Formen und ovale Tischbeine ansprechender findest
Passt besser, wenn:
- du ein besonders elegantes und reduziertes Design bevorzugst
- dir eine Tischplatte aus deutscher Produktion wichtig ist
- du keine große Zubehör-Auswahl brauchst und ein gutes Kabelmanagement-System ausreicht
Passt besser, wenn:
- dir ein möglichst ruhiger Stand besonders wichtig ist
- du eine hohe angegebene Traglast von bis zu 180 kg möchtest
- du Wert auf eine besonders lange Garantiezeit legst
Wenn dir vor allem das Gesamtpaket aus großem Höhenbereich, C-Gestell mit guter Beinfreiheit, langer Garantie und sinnvollem Zubehör wichtig ist, bleibt der Vernal Core3 aus meiner Sicht die stärkste Empfehlung in diesem Test.
Produktdaten
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