Bildschirme bzw. Monitore finden wir mittlerweile an fast jedem Arbeitsplatz. Da es eines unserer am meisten benutzten Arbeitsmittel ist, sollte auch hier auf das Thema Ergonomie Wert gelegt werden. Ein ergonomischer Bildschirm sorgt dafür, dass auch nach einem langen Arbeitstag keine Beschwerden wie trockene Augen, Nacken- oder Schulterschmerzen auftreten.

Direkt zu den BestsellernHier erfährst Du alles Wissenswerte darüber, wie ein ergonomischer Bildschirm auszusehen hat und, wie er richtig positioniert wird.

Technologie von Bildschirmen

LCD – Flüssigkristallbildschirme

Ein ergonomischer Bildschirm mit LCD-Technologie basiert auf Flüssigkristalle (liquid crystal display). Durch das Anlegen einer elektrischen Spannung können die Flüssigkristalle ihre Ausrichtung ändern. Hierdurch wird die Durchlässigkeit für polarisiertes Licht aus der Hintergrundbeleuchtung (Kaltkatodenröhren – Cold Cathode Fluorescent Lamp, kurz CCFL) beeinflusst. Die richtige Ansteuerung der Kristalle lässt nur bestimmte Bereiche des Bildschirms aufleuchten, wodurch Bilder und Texte dargestellt werden können.

Durch die Entwicklung von Dünnschichttransisitoren (thin film transistor, TFT) lösten die TFT-Bildschirme ab 2005 immer mehr die Röhrenbildschirme ab.

Vorteile von LCDs

  • geringes Baumaß und Gewicht
  • flimmerfrei
  • weitestgehend strahlungsfrei
  • geringe Wärmeentwicklung

LED-Bildschirme

LED-Bildschirme sind ebenfalls Flüssigkristallbildschirme (LCD), wobei hier die Hintergrundbeleuchtung durch LEDs ersetzt wurde. Der große Vorteil gegenüber der Beleuchtung mit Kaltkatodenröhren ist, dass hier einzelne LEDs angesteuert werden können und nicht ganze Röhren auf einmal beleuchtet werden. Das Bild wird also wesentlich kontrastreicher.

Bei LED-Bildschirmen unterscheidet man zusätzlich noch, ob die LEDs seitlich (edge LED) oder flächendeckend (direct LED) angeordnet sind. Bei der seitlichen Anordnung können die Bildschirme schmaler bauen, der Vorteil des höheren Kontrasts geht dann jedoch verloren.

Der Vorteil gegenüber herkömmlichen LCDs

  • geringerer Stromverbrauch
  • flachere Bauweise möglich
  • höherer Kontrast (tieferes Schwarz darstellbar) – gilt nur bei edge LEDs
  • längere Lebensdauer aufgrund der LEDs

Bestseller

1. BenQ BL3201PT – 32″BenQ BL3201PT - 32 Zoll

  • mit 32 Zoll und UHD-Auflösung von 3.840 x 2.160 Pixel extrem große Arbeitsfläche
  • Bildqualität ist sehr gut
  • eignet sich für unterschiedliche Anwendungen – speziell auch für CAD/ CAM
  • Praktischer, kabelgebundener OSD-Controller (zum Bedienen des On-Screen-Displays)
  • Kann Hochkant benutzt werden (Pivot)
  • Monitor lässt sich um 45° nach rechts und links drehen

4.0 out of 5 stars (90 Kundenrezensionen)

erhältlich ab 1.900,91 €▸ zum Testbericht

2. Asus PB278Q – 27″Asus PB278Q - 27 Zoll

  • Besitzt alle wichtigen ergonomischen Einstellmöglichkeiten – höhenverstellbar, schwenk-, kipp- und drehbar
  • Monitor kann um 90° gedreht werden – Pivot-Funktion
  • 27 Zoll + Wide Quad High Definition WQHD Auflösung von 2560 x 1440 Pixel bringen 77% mehr Platz als bei einem Full-HD Bildschirm
  • Hervorragende Bildqualität mit einem Betrachtungswinkel von 178°
  • Lautsprecher sind im matten Gehäuse integriert

erhältlich ab 299,00 €▸ zum Testbericht

3. Acer B246HLymdr – 24″Acer B246HLymdr - 24 Zoll

  • Bildschirm kann bis zu 35° nach hinten geneigt werden – mehr als die anderen
  • Kann ebenfalls gedreht (120° nach links und nach rechts) und in der Höhe verstellt werden
  • Pivot-Funktion – optimal für Office-Anwendungen
  • Full-HD Auflösung 1920 x 1080 Pixel
  • Besitzt eine gute Ökobilanz und verbraucht wenig Strom
  • Rillen im Standfuß dienen zur Ablage

4.2 out of 5 stars (53 Kundenrezensionen)

erhältlich ab 172,26 €▸ zum Testbericht

4. BenQ BL2201PT – 22″BenQ BL2201PT - 22 Zoll

  • Ist höhenverstell-, schwenk-, kipp- und drehbar
  • Das 16:10 Format mit einer Auflösung von 1680 x 1050 Pixeln eignet sich sehr für Office-Anwendungen
  • Ein Eye-Protect-Sensor erkennt das Umgebungslicht und passt die Helligkeit des Bildschirms automatisch an
  • geringer Energieverbrauch – ein intelligenter Eco-Sensor erkennt, ob man sich am Arbeitsplatz befindet oder nicht und schaltet den Bildschirm entsprechend in den Stand-By-Modus

4.2 out of 5 stars (69 Kundenrezensionen)

erhältlich ab — €▸ zum Testbericht

5. Samsung S27C450B – 27″Samsung S27C450B - 27 Zoll

  • Besitzt ebenfalls die wichtigsten ergonomischen Einstellmöglichkeiten
  • Kann durch die Pivot-Funktion um 90° gedreht werden
  • Full-HD Auflösung mit 1920 x 1080 Pixeln bringt viel Arbeitsfläche
  • Besitzt im Gegensatz zu den anderen keine integrierte Lausprecher
  • Hat eine allgemein gute Bildqualität

4.8 out of 5 stars (17 Kundenrezensionen)

erhältlich ab — €▸ zum Testbericht

OLED-Bildschirme

OLED-Bildschirme werden wohl in Zukunft unsere gewohnten LCDs ablösen. OLEDs sind organische lichtemittierende Dioden (Organic Light Emitting Diode). Um als Bildschirm fungieren zu können, werden sie in einem Ink-Jet-Verfahren – ähnlich eines Tintenstrahldruckers – auf Glasscheiben oder Plastikfolien gedruckt und anschließend versiegelt. Durch entsprechende Halbleiterbausteine werden die OLEDs anschließend zum Leuchten angeregt.

Noch besteht das Problem, dass OLEDs nur eine geringe Lebensdauer besitzen. Finden die Forscher jedoch hierfür eine Lösung, werden ganz neue Möglichkeiten für ergonomische Bildschirme

Vorteile von OLED-Bildschirmen

  • sehr hohe Kontraste und bessere Farbqualität
  • kommen ohne Hintergrundbeleuchtung aus
  • sehr dünne Bauweisen möglich – auch biegsame Oberflächen
  • größere Blickwinkel
  • geringerer Stromverbrauch als LED-Bildschirme
  • schnellere Reaktionsgeschwindigkeiten gegenüber herkömmlichen LCDs

CRT-Bildschirme – Röhrenbildschirme

Ein Kathodenstrahlröhrenbildschirm (CRT – Cathode Ray Tube) ist ein Bildschirm, der auf der Braunschen Röhre basiert. Im hinteren Bereich befinden sich die Glühkathoden, welche durch das Aufheizen drei Elektronenstrahlen aussendet. Diese werden durch Magnetfelder abgelenkt und können so genau fokussiert werden. Unter der Glasoberfläche befindet sich eine Leuchtschicht. Treffen die Elektronenstrahlen hier auf, entsteht Floureszenz, also Licht.

In einer hohen Frequenz wird in diesem Prinzip Zeile für Zeile des Bildschirms abgetastet und es entsteht für den Betrachter ein Bild.

CRT-Bildschirme können tiefes Schwarz darstellen und haben keine Blickwnkelabhängigkeit, sie erzeugen jedoch elektromagnetische Felder. Es entsteht auch eine Röntgenstrahlung, die jedoch bei aktuellen Geräten durch technische Maßnahmen abgeschirmt wurde.

Durch die Entwicklung von LCDs wurden die Röhrenbildschirme nach und nach abgeschafft und besitzen heute keine Relevanz mehr.

Wie sieht ein ergonomischer Bildschirm aus?

Die folgenden Punkte beschreiben einen Auszug aus dem Anhang der Bildschirmarbeitsverordnung – BildscharbV:

Zeichenschärfe, Pixel, Sehabstand

Die auf dem Bildschirm dargestellten Zeichen müssen scharf, deutlich und ausreichend groß sein sowie einen angemessenen Zeichen- und Zeilenabstand haben.

Ein ergonomischer Bildschirm sollte eine gute Zeichenschärfe besitzen, die der von gedruckten Zeichen möglichst nahe kommt. Dies kann erreicht werden, wenn der Bildschirm in der höchsten darstellbaren Auflösung (physikalischen Auflösung) eingestellt wird. Die Auflösung wird in Pixel angegeben. Ein Pixel ist ein ansteuerbarer Rasterpunkt auf dem Bildschirm, welcher noch einmal in drei Subpixel für jeder der drei Grundfarben (Rot, Grün, Blau) aufgeteilt ist. Die Pixeldichte wird in ppi (pixel per inch) oder dpi (dots per inch) angegeben. Je mehr Pixel auf einer Fläche von 1×1 Inch sind, desto feiner ist die Auflösung. LCDs besitzen üblicherweise 100 dpi.

Wird die Auflösung kleiner gewählt oder muss sie kleiner gewählt werden, weil ein Programm so ausgelegt wurde, dann kann es zu Unschärfe kommen.

Der Sehabstand bei typischen Büroaufgaben sollte bei 19″ Bildschirmen etwa 800mm betragen. Dementsprechend sind die Zeilenhöhen optimal, um eine gute Lesbarkeit zu erreichen. Je größer der Bildschirm ist, desto weiter sollte man auch weg sitzen (22″/ 900mm, 24″/ 1000mm). Ein ergonomischer Bildschirm sollte jedoch nie zu weit, aber auch nicht zu nah entfernt sein, da sich hierbei die Augen zu sehr anstrengen müssen.

Mittlerweile haben sich die Hersteller auf das Breitbildformat (Widescreen, Seitenverhältnis 16:9 bzw. 16:10) eingestellt. Sollen zwei Bildschirme nebeneinander eingesetzt werden, so ist darauf zu achten, dass die Grafikkarte zwei Ausgänge besitzt. Des Weiteren sollten die Bildschirme möglichst schmale Bildschirmrahmen haben, um eine kompakte Gesamtanzeige zu erhalten. Wer zwei Bildschirme durch einen ersetzen möchte, sollte einen Bildschirm mit einer Diagonalen von mind. 26″ kaufen.

Bildwiederholfrequenz

Das auf dem Bildschirm dargestellte Bild muss stabil und frei von Flimmern sein; es darf keine Verzerrungen aufweisen.

Flimmern entsteht durch die Wahrnehmung von raschen, periodischen Leuchtdichteschwankungen auf dem Bildschirm. Liegen diese im Bereich von einigen Hertz (Hz), wird dies als sehr störend wahrgenommen. Um dies zu vermeiden, sollte die Bildwiederholfrequenz von alten CRT-Bildschirmen mit mindestens 100 Hz eingestellt werden. Bei LCDs bekommt man schon ein absolut flimmerfreies Bild bei einer Bildwiederholfrequenz von 60 Hz, was mittlerweile alle Bildschirme von Haus aus mitbringen.

Um Fehler in der Synchronisation zwischen Bildschirm und der Ansteuerung der Grafikkarte zu vermeiden, sollte ein ergonomischer Bildschirm über digitale Anschlüsse verfügen (DVI – Digital Video Interface, HDMI – High-Definition Multimedia Interface).

Helligkeit, Kontrast, Positivdarstellung

Die Helligkeit der Bildschirmanzeige und der Kontrast zwischen Zeichen und Zeichenuntergrund auf dem Bildschirm müssen einfach einstellbar sein und den Verhältnissen der Arbeitsumgebung angepaßt werden können.

Die Anzeigeleuchtdichte (Helligkeit des Bildschirms) sollte mindestens 100 cd/m² betragen. Die Helligkeit muss entsprechend des Arbeitsplatzes einstellbar sein. Draußen sollte sie um ein Vielfaches höher sein.

Eine Positivdarstellung, also dunkle Zeichen auf hellem Untergrund, ist auf jeden Fall zu empfehlen. Damit wird eine ständige Hell-Dunkel-Anpassung (Adaption) zwischen Bildschirm und Schreibtisch bzw. Papier vermieden. Die Lesbarkeit der Zeichen verbessert sich und auch Reflexionen und Spiegelungen werden weniger störend wahrgenommen.

Der Kontrast zwischen den Zeichen und dem Zeichenuntergrund sollte mindestens bei 4:1 liegen. Die ist das Verhältnis der höheren Leuchtdichte zur niedrigeren Leuchtdichte.

Stellteile für das Einstellen von Helligkeit und Kontrast sollten im Blickfeld des Benutzers liegen und leicht betätigt werden können. Eine andere Möglichkeit ist die softwaremäßige Einstellung über On Screen Display-Menüs.

Reflexion und Blendung

Der Bildschirm muss frei von störenden Reflexionen und Blendungen sein.

Es ist darauf zu achten, dass der Bildschirm eine matte und entspiegelte Oberfläche besitzt. Um entspannt Lesen und arbeiten zu können, empfiehlt es sich ebenso, auf helle sowie matte Gehäuse zu achten. Diese sorgen für ausgewogene Kontraste im engen Sehfeld. Dunkle Gehäuse zwingen das Auge zu einer zu hohen Adaption. D.h., es muss sich zu sehr an Helligkeitsunterschiede anpassen, was es übermäßig belastet.

Leider bieten die meisten Hersteller nur dunkle Gehäuse und ganz oft Gehäuse mit einer Hochglanzoberfläche an.

Ein ergonomischer Bildschirm steht richtig, wenn er parallel zur Fensterfront gestellt werden. Tageslicht und künstliches Licht dürfen nur seitlich auf den Arbeitsplatz einfallen. Somit wird eine zu hohe Reflexion bzw. störende Blendung und Schattenbildung verhindert. Mehr Informationen dazu unter Beleuchtung am Arbeitsplatz.

Ergonomische Anpassungen

Das Bildschirmgerät muss frei und leicht drehbar und neigbar sein.

Ein ergonomischer Bildschirm muss frei anpassbar an die Arbeitsanforderungen sein. Er sollte sich leicht drehen lassen und in der Neigung verstellbar sein. Auch die Höhe sollte individuell einstellbar sein.

Bildschirm richtig einstellen
Bildschirm richtig einstellen

Richtig eingestellt ist der Bildschirm, wenn sich die oberste Bildschirmzeile unterhalb der Augen befindet. Es ist wissenschaftlich bewiesen, dass die Sehfähigkeit steigt, wenn sich die Augen im engen Sehfeld nach unten richten können. Deshalb sollte die Blicklinie leicht nach unten und senkrecht auf die Bildschirmoberfläche fallen. Dies kann erreicht werden, wenn der Monitor um etwa 35° nach hinten geneigt wird.

Gute Bildschirme lassen sich dementsprechend in der Höhe bis auf Tischplattenniveau absenken.

Die Verstelleinrichtungen sollten so ausgelegt sein, dass die gewählte Einstellungen nicht unbeabsichtigt verändert werden können. Hierfür ist auch die Standsicherheit des Monitors von Bedeutung.

Weitere Informationen findest Du in der Publikation „Bildschirm- und Büroarbeitsplatz – Leitfaden für die Gestaltung“ von der gesetzlichen Unfallversicherung.