Die HandshoeMouse ist eine spezielle Art der ergonomischen Maus. Im Vergleich zu anderen Modellen, spielt sie ihre Vorzüge vor allem in ihren geringen Belastungen auf den jeweiligen Mausarm aus. Sie eignet sich besonders zur Vermeidung des RSI- und Karpaltunnelsyndroms und ist auch dann sinnvoll, wenn schon erste Symptome aufgetreten sind.

Funktionsweise

Patentiertes Design

Die Hippus HandshoeMouse basiert auf einer mehrjährigen Entwicklungsarbeit. Dabei hat der Hersteller auf wissenschaftliche Unterstützung der Universitäten Rotterdam und Maastricht gesetzt. Herausgekommen ist ein patentiertes Design einer ergonomischen Computermaus. Der Name resultiert daher, da sich die Maus wie ein Handschuh anpasst.

Wesentliches Merkmal der Handschuhmaus ist die Gehäuseoberfläche, welche die komplette Hand von den Fingern bis zur Handwurzel unterstützt. Die Hand liegt also vollflächig auf. Dabei ist der Winkel nach innen um ca. 25° angehoben.

Während der Entwicklung wurden mehrere Computermäuse in ihrer Anwendung mit der Methode der Elektromyographie (EMG) miteinander verglichen. Mit der EMG können die Spannungen in der Muskulatur gemessen werden. Ergebnis war, dass die Hippus HandshoeMouse im Vergleich die geringsten Belastungen aufweist.

Vermeidung von RSI Syndrom und Karpaltunnelsyndrom

Bei einer herkömmlichen Maus neigt die Hand zum „Schweben“. Dabei entsteht oft ein verkrampftes Greifen, wodurch unnötige Spannungen auftreten. Die Wissenschaftler haben in ihren Messungen sogar herausgefunden, dass Mausbenutzer selbst dann Muskelspannungen aufbauen, wenn ihre Hand nur auf dem Zeigegerät ruht. Eine wichtige Erkenntnis, um die Entstehung des RSI Syndroms zu verstehen.

Auch das Karpaltunnelysndrom wird durch die Verwendung einer üblichen Computermaus begünstigt. Dazu trägt die ungünstige Haltung der Hand bei. Das Arbeiten ausschließlich aus dem Handgelenk heraus sowie der nicht zu vermeidende Druck auf Nerven und Handwurzelknochen können typische neuronale Symptome herbeirufen.

Die Handschuhmaus soll vorrangig die Entstehung des RSI- als auch Karpaltunnelsyndroms verhindern. Durch das ergonomische Design wird eine Überbelastung in Gelenken, Sehnen, Nerven und Muskeln verhindert. Die vollflächige Unterstützung von Hand und Finger sorgt für geringste Muskelspannungen im Vergleich zu anderen Mäusen. Der Druck verteilt sich großflächig auf die ganze Hand. Punktuelle Druckspitzen, wie sie beispielsweise bei einer vertikalen Maus vorkommen, werden so ganz verhindert.

Bei der Handschuhmaus kommt die Bewegung aus dem Unterarm und aus dem Handgelenk heraus. Belastungen verteilen sich also auf einen größeren Bereich des Arms. Eine Überbelastung wird hierdurch verhindert. Außerdem wird so der Blutfluss im Arm angeregt.

Verschiedene Ausführungen für Rechts- und Linkshänder

Es kommt doch auf die Größe an. Vor allem bei der Auswahl der richtigen Maus. Jede Hand ist anders. Es ist also unmöglich eine ergonomische Universalmaus anzubieten. Um die bestmögliche Ergonomie zu gewährleisten, bietet Hippus deshalb mehrere Ausführungen an – extraklein, klein, medium, groß, kabelgebunden, kabellos, für Rechtshänder und für Linkshänder.

Um die richtige Größe herauszufinden, muss einfach die Hand gemessen werden. Genau genommen die Länge der Innenseite von Handgelenk bis zur Spitze des Ringfingers.

Anwendungsbereich

Alternative zur herkömmlichen Computermaus

Nicht nur laut des Herstellers, die HandshoeMouse ist eine der besten ergonomischen Mäuse auf dem Markt. Sie basiert auf wissenschaftlich nachweisbaren Fakten.

Sie ist also eine sehr gute Alternative zur herkömmlichen Maus. Nicht nur erst dann, wenn schon gesundheitliche Beschwerden bestehen.

Bei gesundheitlichen Beschwerden

Die Handschuhmaus ist entwickelt worden, um das RSI- als auch das Karpaltunnelsyndrom präventiv zu verhindern. Im besten Fall wird sie also schon verwendet, bevor die ersten Beschwerden auftreten.

Leider ist das Kind aber oft schon in den Brunnen gefallen ist. Symptome wie kalte Hände, Sensibilitätsstörungen wie Kribbeln in den Fingern, steife Gelenke, Schwellungen oder Schmerzen bis hin zu Schulter können sehr belastend sein. Die gute Nachricht: auch dann kann die ergonomische Maus relativ schnell für Besserung sorgen. Es sei jedoch angemerkt, dass bei einer Chronifizierung der Symptome nicht mit Wunder gerechnet werden sollte.

Vor- und Nachteile bei einer HandshoeMouse

Vorteile

  • Geringste Belastungen im Vergleich zu andern Mäusen
    Die einzige Maus, die dem Arm völlige Entspannung der Muskulatur in den Ruhephasen gönnt. Messungen mit der Methode der Elektromyographie konnten dies beweisen.
  • Hand reibt nicht auf der Tischoberfläche
    Diese liegt vollständig auf dem gewölbten, handangepassten Gerät auf. Die Reibung beim Bewegen wird minimiert und es entstehen keine punktuellen Druckspitzen.
  • Blutzirkulation wird angeregt
    Die nur leicht geneigte Haltung der Hand sowie die vollflächige Auflage auf dem Mausgehäuse minimieren die Belastungen. Abknicken oder Abdrücken von Blutgefäßen wird verhindert. Die Bewegung aus dem Unterarm und Handgelenk heraus begünstigt die Zirkulation des Blutes.

Nachteile

  • Eingewöhnungszeit
    Die Zeit der Eingewöhnung muss, wie bei allen ergonomischen Mäusen, berücksichtigt werden. Außerdem dauert es immer etwas, bis der Mausarm sich an die neue Haltung gewöhnt hat. Die Muskeln müssen sich anpassen. Entspannung kommt ggf. erst nach einer Weile.
  • Unpräzise Steuerung
    Die Steuerung ist ggf. nicht so präzise wie gewohnt. Besonders bei Aufgaben, die eine hohe Genauigkeit fordern (z.B. CAD, Grafikdesign), ist Übung notwendig.
  • Benötigt mehr Platz, aber…
    Die Handschuhmaus ist größer als ein herkömmliches Modell. Jedoch ist dies gewünscht, da nur so die ganze Hand aufliegen kann. Laut Hippus benötigt man nur eine Kreisfläche von 21cm, um den Mauszeiger über den ganzen Bildschirm zu bewegen.